„Was früher ein Privileg des Adels und der Geistlichkeit in der Karmeliterkirche war, ist jetzt für jeden möglich“, sagte Ludwig. Die Pfarrgemeinde St. Severus gibt allen Bürgern der Region, gleich welcher Religionszugehörigkeit, die Möglichkeit der Urnenbeisetzung in der Karmeliterkirche. Konfessionslose sind ebenfalls willkommen, an der neuen Bestattungsform teilzuhaben. Hier behält sich die Kirchengemeinde lediglich vor, dass nicht Trauerredner die Bestattung übernehmen, sondern ein katholischer Seelsorger. Reservierungen können nach der Fertigstellung ab Mai vorgenommen werden. 1100 Bestattungsplätze bietet das Kolumbarium, das unter der Orgelempore in der Karmeliterkirche seinen Platz findet. Einzel-, Doppel- und Mehrfachplätze will die Kirchengemeinde anbieten. Die Kosten betragen 1800 Euro für die einzelne Urne, 1600 Euro für jede Urne bei einer Doppelbelegung und 600 Euro je Urne bei einer Mehrfachbelegung (Familie). Bei der Bestattung soll ein weißes Seidentuch (individuelle Gestaltung) über das Aschegefäß gelegt werden. Im Preis enthalten: die Unterbringung, 20 Jahre Ruhezeit, die Unterhaltung des Kolumbariums, inklusive der Steinmetzarbeit und der Namensbeschriftung der Steinplatte. Auf eigene Kosten sind der Beruf oder weitere Beschriftungen oder Symbole auf der Grabplatte möglich. Vor dem Eingang des Kolumbariums besteht die Möglichkeit, Blumen für die Verstorbenen aufzustellen oder eine Kerze anzuzünden. „Alle notwendigen Vorschriften und Genehmigungen liegen uns vor. Der Baukörper der Kirche wird nicht verändert“, betonte Dechant Ludwig bei der Informationsveranstaltung in der Karmeliterkirche gegenüber Interessierten. In Holz-Optik wird das Kolumbarium vom Kirchenraum abgetrennt und mit einer Eingangstür versehen.