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Gästehaus im Schlosspark:Barrieren abbauen

Mit der Gründung des Inklusionsbetriebs „Gästehaus im Schlosspark“ wollen die Barmherzigen Brüder Saffig Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglichen.
Zahlreiche Gäste durften die Barmherzigen Brüder Saffig zur Eröffnung des neuen Inklusionsbetriebs begrüßen.
Datum:
17. Juli 2024
Von:
red/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier

Saffig. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit konnte mit gut 120 Gästen aus Politik, Verbänden und Vertretern anderer Sozialeinrichtungen aus der Region sowie Klienten und Mitarbeitenden der Barmherzigen Brüder Saffig offiziell Eröffnung gefeiert werden.  „Es hat sich wunderbar gefügt, dass wir die offizielle Eröffnung des Gästehauses nur einen Tag nach dem offiziellen Gedenktag des Seligen Peter Friedhofens begehen dürfen“, so Erik Hau, Direktor Unternehmenskultur.

Miteinander auf Augenhöhe arbeiten

Mit Freude berichtete Manuel Quint, Direktor Teilhabe, in seiner Rede über den Weg, den das Projekt „Inklusionsbetrieb“ von der ersten Idee bis zur Eröffnung nahm. Dreieinhalb Jahre hatte er gemeinsam mit Initiator und Projektleiter Pascal Nachtsheim und einem vierköpfigen Projektteam für die Etablierung des Inklusionsbetriebs „geplant, gearbeitet und auch gefochten“, wie er offen zugab.

„Wir hatten Mut, und das hat sich gelohnt. Unser Ziel war es von Beginn an, Tourismus mit Inklusion zu verbinden und so zukunftsfähige, berufliche Teilhabe für Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“

Ein Team aus sieben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung arbeitet im Gästehaus miteinander auf Augenhöhe. Gemeinsam empfangen sie Gäste aus aller Welt, kümmern sich um die Zimmer, stellen die Bewirtung im Frühstückscafé sicher und managen einen Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich.

Die Barrieren im Kopf abbauen

„Einfach arbeiten gehen“ – diese für viele selbstverständliche Aussage stelle für Menschen mit Behinderung oft immer noch eine große Schwierigkeit dar, stellte Staatsminister Clemens Hoch fest, der in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer an der Feierstunde teilnahm. Er hoffe, dass dieses besondere Projekt auch andere Arbeitgeber ermuntere. „Wichtig ist: die Barrieren im Kopf abbauen.“

Besonders bewegt habe ihn die Leidenschaft, mit welcher der Inklusionsbetrieb angegangen worden sei, fasste Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe, seine Gefühlslage zusammen. „Das Team macht den Unterschied. Hier ist ein echtes Leuchtturmprojekt für die Region entstanden.“

Domkapitular Benedikt Welter segnete im Anschluss an die Grußworte die Zimmerkreuze, die Übernachtungs- und Tagungsgäste an die Barmherzigkeit Christi erinnern sollen.

„Wir sind als Christen eingeladen, Menschen zu begleiten, zu bewirten, zu beherbergen. In jedem Fall, dem Gegenüber mit Respekt und Nächstenliebe entgegenzutreten. Diesen Auftrag nehmen die Barmherzigen Brüder nun mit einem weiteren, wie ich finde besonderen Angebot wahr.“