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Maria Laach modernisiert Gästebereiche für 13 Millionen Euro:Ein Kloster plant für die Zukunft

Die Benediktiner in Maria Laach nehmen gerne Gäste auf. Damit diese sich noch wohler fühlen, investiert der Orden 13 Mio. Euro.
Eine Skizze des geplanten Hotelanbaus des Architektenbüros Andreas Rahmig aus Andernach.
Datum:
11. Okt. 2019
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Maria Laach – Rund 13 Millionen Euro werden die Benediktiner der Abtei Maria Laach in den nächsten Jahren investieren. Ein Erweiterungsbau und die Modernisierung des Seehotels sowie eine neue Gaststätte sollen das Kloster zukunftsfähig machen.

700.000 Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr nach Maria Laach, darunter Tagestouristen, Seminarteilnehmer und Urlauber. „Die Menschen sollen sich hier angenommen und wohl fühlen“, betont Pater Petrus Nowack, Prior-Administrator. Die Ausstattung des Seehotels und der Gaststätte sind dagegen nicht mehr zeitgemäß und weisen einen fast 30-jährigen Investitionsstau auf, erklärt der kaufmännische Leiter der Abtei, Philipp Lohse.

Die Entscheidung des Konvents für die Bauplanung sei zum einen die Ausrichtung des Klosters als Haus der Begegnung und zum anderen auch die wirtschaftlichen Einnahmen, gibt Pater Nowack offen zu. „Wir können den Ort nicht anders erhalten, als durch die Einnahmen, die durch die Betriebe des Klosters erwirtschaftet werden“, betont Pater Nowack. Klöster erhalten keine Kirchensteuer. „Die Einkünfte aus den Betrieben sind notwendig, gerade zum Erhalt der Gebäude“, verdeutlicht Lohse. Allein 38.000 Quadratmeter Dachfläche müssten unterhalten werden.

Zwischen dem Hotel und der Villa Reuter wird der Erweiterungsbau mit 44 bis 45 Doppelzimmern und Tagungsräumen auf drei Etagen entstehen. Das angrenzende denkmalgeschützte Alte Forsthaus wird in das Gesamtkonzept integriert. Der Entwurf kommt von einem Andernacher Architektenbüro.

Die Idee des Architekturbüros Fries aus Vallendar für den Neubau der Gaststätte hat die Mönche überzeugt.

Auf die Hotelgarage bei der Gärtnerei wird die neue Gaststätte gesetzt, die 300 Sitzplätze bietet. „Die Tagebesucher werden dann mehr Platz haben, um sich aufzuhalten und auch einen schöneren Platz mit der Aussicht auf den See oder auf die Kirche“, beschreibt Pater Nowack. Das Konzept stammt von einem Architektenbüro aus Vallendar. Die Gestaltung zweier Plätze zum Verweilen ist ebenfalls geplant; ein Spielplatz ist angedacht. „Junge Familien sollen sich in Zukunft noch mehr in Maria Laach geborgen fühlen“, erklärt Lohse.

Bei den Umbauarbeiten im Seehotel liegt der Fokus auf der Zusammenlegung der heute 69 Einzel- und Doppelzimmern zu 46 modernen Doppelzimmern.

„Das Gesicht von Maria Laach wird sich ein bisschen ändern“, sagt Lohse. Trotz der Veränderungen bleibt das Klostergelände grundsätzlich weiterhin wie es ist, hebt er hervor. „Wir sind weiterhin gastfreundschaftlich, freuen uns auf jeden Besucher und heißen ihn hier willkommen“, sagt er. „Durch das verbesserte Angebot wird das Klosterleben gestärkt“, ist Pater Nowack sich sicher.

Der Baubeginn könnte im nächsten Sommer sein, wenn bis dahin alle Genehmigungen eingegangen sind und Finanzierungen geregelt wurden.

(jf)

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