Katholikenrat im Bistum Trier kommt zur Frühjahrs-Vollversammlung zusammen :Inklusion ist fortlaufendes Thema

Trier – „Inklusion ist kein Zustand – Inklusion ist Haltung und Prozess.“ So heißt es im Papier der Teilprozessgruppe Inklusion (Abschlussbericht_TPG_Inklusion_final.pdf), die im Nachgang zur Bistumssynode gearbeitet hatte. Der Katholikenrat im Bistum Trier hat Inklusion als generelles, fortlaufendes Thema auf seine Tagesordnung gesetzt und sich in seiner Vollversammlung am 28. und 29. März in Trier damit auseinandergesetzt.

Angeleitet von Nicole Maxmini, Susanne Möckel-Lamberty und Christoph Morgen vom Arbeitsfeld Inklusion im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier (Inklusion im Bistum Trier) informierten sich die Ratsmitglieder über die Definitionen von Inklusion und Barrierefreiheit und entwickelten praktische Ideen zur Umsetzung. Neben Erwartungen, die Richtung Pfarrei, Pastorale Räume, Verbände, Bistum sowie Politik und Gesellschaft formuliert wurden, bekräftigte die Katholikenrats-Vorsitzende Dr. Elfriede Franz, dass die Arbeit des Gremiums barrierefrei und inklusiv sein soll: „Das ist unser Anspruch, und deshalb haben wir das Thema auch zu Beginn unserer Arbeitsperiode auf die Tagesordnung dieses Gremiums gesetzt.“
Neben Berichten des Vorstands und aus den Sachausschüssen „Ethik und Inklusion“, „Geschlechtergerechtigkeit“, „Gesellschaft und Soziales“, „Ländlicher Raum“ und „Zukunftsfragen der Kirche vor Ort“ sowie aus dem Diözesanrat und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) befasste sich das oberste Laiengremium im Bistum mit den Ergebnissen der Bundestagswahl. Elfriede Franz nannte die Wahlergebnisse für die AfD „erschreckend“ und ermutigte, auch mit den Wähler*innen dieser Partei in den Dialog zu treten, sofern die Bereitschaft dazu erkennbar sei. Es sei nachvollziehbar, dass die Bürger*innen „tragfähige und nachhaltige Lösungen“ von der Politik forderten.

Vorstandsmitglied Jerôme Laubenthal forderte, den christlichen Glauben als „Linie und Haltung“ in politischen Diskussionen anzulegen. Für die laufenden Koalitionsverhandlungen wurden in einer Stellungnahme des Sachausschusses Gesellschaft und Soziales (Es muss um den Menschen gehen - Begleitbeschluss zu den Koalitionsverhandlungen und dem Koalitionsvertrag | Unser Bistum Trier - Verwaltungsportal) Erwartungen an die verhandelnden Politiker*innen formuliert: Sie sollen Vertrauen gewinnen, kompromissfähig sein, nachhaltig gestalten, die soziale Marktwirtschaft stärken und Migration human gestalten. Zusammenfassend ist die Stellungnahme überschrieben: „Es muss um den Menschen gehen.“
In den Katholikenrat berufen wurden Paul Berens, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier, und Werner Hubertus als Experte für das Thema Gemeinwesenarbeit. Das Gremium beriet über seine Arbeitsweise; auch ein Gottesdienst und ein Austausch mit dem Leiter des Priesterseminars, Regens Tim Sturm, standen auf dem Programm. Informationen rund um die Arbeit des Katholikenrats sind unter Katholikenrat im Bistum Trier | Unser Bistum Trier - Verwaltungsportal zu finden.