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Netzwerktreffen Namibia des Kolping-Bildungswerkes in Koblenz:Akteure lernen sich kennen

Welche Hilfsangebote gibt es schon und welche Unterstützung benötigen die Menschen in Namibia noch? Diesen Fragen hat sich das Netzwerktreffen Namibia gewidmet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens Namibia in Koblenz.
Datum:
9. Sept. 2017
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Koblenz – Welche Aktivitäten finden in Namibia momentan statt und welche weitere Unterstützung benötigen die Menschen vor Ort? Diese Fragen hat das Netzwerktreffen Namibia des Kolping-Bildungswerkes Trier am 9. September in Koblenz den Teilnehmenden gestellt.

Das Netzwerktreffen, welches zum zweiten Mal stattfand, wurde von Barbara Scharfbillig vom Kolping-Bildungswerk Trier organisiert. Sie ist Fachpromoterin für internationale Partnerschaften in Rheinland-Pfalz. „Beim letzten Mal kamen 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, heute sind wir schon 50.“ Beim Netzwerktreffen gehe es darum, dass sich Menschen, die in vielfältiger Weise das afrikanische Land unterstützen, kennenlernen. „Beim letzten Treffen haben zwei Akteure beispielsweise bemerkt, dass sie in ein und demselben Dorf helfen. Nun können sie ihre Hilfe in Bezug auf Logistik besser koordinieren. Dadurch profitieren auch die Menschen in Namibia.“

Den Einstieg in den Tag bot Birgit Becker, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitte, in der Florinskirche. „Ich bin froh, dass Sie so zahlreich erschienen sind, um sich über Partnerschaft, Frieden und Gerechtigkeit auszutauschen“, begrüßte sie die Anwesenden auf Deutsch und Englisch. Sie berichtete auch von ihren Erfahrungen, als sie das Land besuchte. „Ich hoffe, der Tag wird Sie in ihrer Arbeit stärken“, wünschte die Pfarrerin den Frauen und Männern.

Koblenz sei ein guter Ort für dieses Treffen, schließlich gebe es in der Republik Namibia auch eine Stadt namens Coblenz. „Beide Städte sind durch die Kolonialgeschichte verbunden. Während die Regierungen noch überlegen, wie sie  mit der gemeinsamen Geschichte umgehen, haben Sie bereits einen Weg gefunden“, freute sich Barbara Scharfbillig. Zwischen 1884 und 1915 war das Gebiet des heutigen Namibia eine Kolonie des deutschen Kaiserreiches. Die Völkermorde aus dieser Zeit haben bis heute Auswirkungen auf viele Menschen. „In Wissenschaft, Technologie, Sport, Musik und in sozialen Bereichen arbeiten Sie schon zusammen“, stellte die Organisatorin fest.

In unterschiedlichen Workshops wie „Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für soziale Organisationen“ und Präsentationen mit Titeln wie „Understanding your partner – particularities of ‚Namibian English(es)“ oder „Fördermöglichkeiten für deutsch-namibische Projekte“ konnten sich die Teilnehmenden austauschen und ihr Wissen vertiefen.

Eingeladen waren Institutionen, Vereine, Gruppen und Privatpersonen, die Partnerschaften zu Akteuren in Namibia pflegen. Auch Namibier auf einer Studienreise durch Deutschland kamen zu dem Treffen.

Weitere Informationen gibt es auf www.kolping-trier.de oder bei Barbara Scharfbillig unter Tel.: 0651-9941043.

(jf)