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Bistum zieht Bilanz zu seinem Kita-Engagement im Saarland 2022 und gibt Ausblick:„Auch in Zukunft werden wir in Bildung, Erziehung und Betreuung investieren“

Das Bistum Trier hat in die katholischen Kindertagesstätten im Saarland im vergangenen Jahr 16,2 Millionen Euro investiert - und wird dies bis 2035 weiter tun. Jedoch können nicht alle Bauträgerschaften gehalten werden.
Kita Emmaus Leseecke
Datum:
2. März 2023
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Saarbrücken – Das Bistum Trier hat in die katholischen Kindertagesstätten im Saarland im vergangenen Jahr 16,2 Millionen Euro investiert. „Eine Reduzierung dieser Mittel ist bis zum Jahr 2035 nicht vorgesehen“, sagte der Leiter des Steuerungsbüros katholischer Kindertageseinrichtungen im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Georg Binninger, im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag (2. März). Dies sei im Haushaltssicherungskonzept des Bistums festgeschrieben. Von den Bistumszuschüssen entfielen im Vorjahr 9,6 Millionen Euro auf die Personal- und Sachkosten, 2,1 Millionen Euro auf die Baumaßnahmen sowie 4,5 Millionen Euro auf Verwaltungsaufwendungen wie Führung und Organisation der Einrichtungen, Personalführung, -verwaltung, -abrechnung, Finanzverwaltung und sonstige Overheadkosten.

Insgesamt liegt die Zahl der Betriebsträgerschaften von katholischen Kitas im saarländischen Teil des Bistums Trier bei 163 Einrichtungen mit 714 Gruppen und 14.389 zu betreuenden Kindern (Stand 31.12.2022). Davon werden 154 Einrichtungen von der Katholischen KiTa gGmbH Saarland und neun von Orden und katholischen Verbänden betrieben. Damit ist die katholische Kirche größter KiTa-Träger im Saarland. Bei 101 Einrichtungen lag im Vorjahr zudem die Bauträgerschaft bei den katholischen Kirchengemeinden.

Reduzierung der Bauträgerschaften unvermeidbar

Im Zeitraum von 2020 bis 2029 soll die Zahl der Kita-Bauträgerschaften auf Bistumsebene von aktuell 283 um insgesamt 100 reduziert werden. „Die steigenden gesetzlichen Anforderungen an Kita-Immobilien und die damit häufig zusammenhängenden hohen Gesamtkosten von Investitionsmaßnahmen überfordern häufig die ehrenamtlichen Gremien der Kirchengemeinde, die die Bauträgerschaften verantworten. Deshalb ist trotz Beibehaltung der entsprechenden Haushaltsmittel im Bistumshaushalt zur Bezuschussung von Baumaßnahmen in katholischen Kindertageseinrichtungen eine Reduzierung der katholischen Bauträgerschaften leider unvermeidbar“, sagt Georg Binninger.

Er schätzt, dass im saarländischen Teil des Bistums bis 2029 zwischen 29 und 34 Bauträgerschaften abgegeben werden. Von 2020 bis 2022 habe man sich hier bereits von acht Bauträgerschaften getrennt. In 19 Fällen werden im Saarland Gespräche und Verhandlungen mit Kommunen zur Abgabe der Bauträgerschaft geführt. Welche Einrichtungen betroffen sein werden, könne zum heutigen Zeitpunkt noch nicht verbindlich gesagt werden, da der Umsetzungszeitraum zehn Jahre betrage und die endgültige Entscheidung nach einer Reihe von Vorgesprächen falle. „Auch nach Umsetzung dieser Vorgabe gehen wir derzeit davon aus, dass weiterhin circa 75 bis 80 katholische Kita-Bauträgerschaften im Saarland betreut werden können“, so Binninger.

Kitas sind wichtiger Schwerpunkt im Bistum

Das Bistum Trier sieht in seinem Engagement für die katholischen Kindertageseinrichtungen einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit. „Die katholischen Kitas sind wichtige Orte von Kirche im Bistum Trier. Vor allem mit Blick auf die Kinder und die Familien heißt das, ihre Situation und Bedürfnisse wahrzunehmen und sie zu unterstützen. Auch in Zukunft wird das Bistum Trier in profilierte Bildung, Erziehung und Betreuung investieren und die katholischen Betriebsträgerschaften erhalten. Die Fortführung der vertrauensvollen und verlässlichen Zusammenarbeit mit Land, Kreisen und Kommunen nimmt einen sehr wichtigen Stellenwert ein“, sagte die Abteilungsleiterin Kindertageseinrichtungen beim Diözesan-Caritasverband Trier, Angela Thelen. Die Grundlage hierfür sei das im Sozialgesetzbuch VIII festgelegte Subsidiaritätsprinzip. „Das heißt, freie Träger, zu denen die Kirchen gehören, haben mit ihrem Angebot Vorrang vor staatlichen Trägern“, so Thelen. Und Georg Binninger ergänzt: „Es ist seit Jahren eine gelebte und bewährte Praxis, dass Bau- und Betriebsträgerschaften in verschiedenen Händen liegen.“ Dies zeigten die 62 Einrichtungen in katholischer Betriebsträgerschaft im saarländischen Teil des Bistums Trier, bei denen bereits heute die kommunale Seite die Bauträgerschaft innehat. Das Bistum Trier werde auch in Zukunft entsprechend seiner Möglichkeiten die Kommunen bei ihrem gesetzlichen Pflichtauftrag unterstützen, Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang dankte der kaufmännische Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH Rainer Borens den saarländischen Kommunen für die „Würdigung unserer Arbeit, in dem sie sich in vielen Fällen mit Zuschüssen an den Trägeranteilen beteiligen“.

(uk)