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Bischof Ackermann bittet um Spenden am Diaspora-Sonntag:„Christ sein kann man nicht allein“

Am Diaspora-Sonntag ruft Bischof Ackermann zu Spenden für Christen in der schwedischen Diaspora sowie anderen Regionen Nordeuropas, des Baltikums, Nord- und Ostdeutschlands auf.
Datum:
12. Nov. 2022
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Leben in der Diaspora bedeutet Leben in einer Minderheit. Dass das Leben als Christ in Regionen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung anders- oder nichtgläubig ist, mit erschwerten Bedingungen verbunden ist, zeigt sich zum Beispiel in Schweden. Hier fehlt es an Räumen und Gelegenheiten, die gemeinsames Beten und Begegnungen, die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und benachteiligten Menschen ermöglicht. Am Diaspora-Sonntag, dem 20. November, rufen die deutschen Bischöfe daher zu Spenden für Christen in der schwedischen Diaspora sowie anderen Regionen Nordeuropas, des Baltikums, Nord- und Ostdeutschlands auf.

In Stockholm etwa werden die Auswirkungen der Diaspora (deutsch „Zerstreuung“) konkret: Mit etwa 10.000 registrierten Kirchenmitgliedern ist die katholische Gemeinde St. Eugenia die größte ihrer Art in Schweden, ihre Mitglieder setzen sich aus verschiedensten Nationen zusammen. Da es weiträumig keine andere Gemeinde gibt, wächst die Zahl der Gläubigen stetig – bei gleichbleibendem Raumangebot. Das Kirchengebäude, in dem regelmäßig Kurse, Vorträge und andere Veranstaltungen stattfinden, ist allerdings nur für etwa 5.000 Personen ausgelegt. Das stellt die Gläubigen vor große Herausforderungen. Der Plan: Das Bauwerk aufstocken, um mehr Platz für Unterricht, karitative Zwecke, Fortbildungen, Kurse und Musik zu schaffen, teilt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit. Damit die Kirchengemeinde ihr Bildungsangebot aufrechterhalten und ein dynamisches Glaubensleben ermöglichen kann, benötigt es Spenden. Hier setzt die jährliche Diaspora-Aktion des Hilfswerks im November an.

„Christ sein kann man nicht allein, sondern nur gemeinsam mit anderen“, weiß auch Bischof Dr. Stephan Ackermann. „Daher bitten wir Sie anlässlich des Diaspora-Sonntags am 20. November um Ihr Gebet, Ihre Solidarität und um eine großzügige Spende bei der Kollekte. Helfen Sie mit, dass Gemeinschaft im Glauben auch in der Diaspora erlebbar bleibt“, lautet sein Aufruf, der am 13. November in allen Gottesdiensten einschließlich der Vorabendmessen verlesen wird. Der Ertrag der Kollekte am 20. November ist ausschließlich für das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bestimmt, das sich seit 56 Jahren für die Belange von Christen einsetzt, die als Minderheit in der Gesellschaft ihren Glauben leben.

(ia)