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Ideen für die Zukunft der Kirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesammelt:Das Zusammenleben mitgestalten

Die Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler fragt Bürger nach ihren Ideen und Vorschlägen.
Beim Pfarreienprozess in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurden viele Ideen und Vorschläge zu Papier gebracht.
Datum:
7. Okt. 2016
Von:
Bischöfliche Pressestelle
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Wie sieht die Zukunft der Kirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler aus? Diese Frage haben Kirchenvertreter am 5. Oktober im Rathaus der Stadt gestellt - etwa 130 Bürger der Kreisstadt kamen, um ihre Vorschläge und Ideen zu äußern. Ganz genau zugehört haben unter anderem die Pfarrer Peter Dörrenbächer und Jörg Meyrer sowie Pfarreienratsvorsitzende Beatrix Knieps-Müller bei der Auftaktveranstaltung zum Pfarreienprozess. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es dringend notwendig ist, alle Kräfte zu bündeln, um das kirchliche, religiöse und damit auch das soziale Zusammenleben in der Stadt mitzugestalten“, erklärte Pfarrer Dörrenbächer. Deshalb hat der Pfarreienrat beschlossen, einen grundlegenden Prozess zur Gestaltung der Zukunft als Kirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler anzugehen. Pfarrer Dörrenbächer sieht in der Bewegung vor Ort einen Zusammenhang mit der Synode des Bistums Trier, denn „diese hat damit begonnen, in die Welt zu gehen“. Daher stand der Abend ebenso wie das Abschlussdokument der Bistumssynode unter dem Leitwort „Herausgerufen“. Die Vertreter der Kirche verstanden dies wörtlich und hatten sich ganz bewusst entschieden, für die Zusammenkunft das Rathaus der Stadt zu wählen als einen Ort außerhalb der Kirche. Den Initiatoren war es wichtig, unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit auf die Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler zuzugehen und ihre Bedürfnisse an die Stadt, aber auch an die Kirche zu hören. Die Lebenswirklichkeit der Menschen soll in den Blick genommen werden und als Orientierung für das weitere Schaffen der Kirche in der Kreisstadt dienen. „Uns interessiert das Thema ‚Kirche von unten‘, denn wir glauben, dass das die Kirche auch wieder für Jugendliche interessanter macht“, begründeten einige Mitglieder des Männer-  und Frauenchors aus Bad Neuenahr ihre Teilnahme an dem Gesprächsabend. Insbesondere die Jugendarbeit ist für viele Teilnehmer ein Dreh- und Angelpunkt, um Kirche weiterhin lebendig zu gestalten. Auch über eine Veränderung der Gottesdienste würden sich einige Teilnehmer freuen. „Die Gottesdienste sollen an die die knappe Zeit der Menschen heutzutage angepasst werden“, forderte eine Teilnehmerin. Ein Problem sei im Zusammenhang mit der Kirchenarbeit die zunehmende Individualisierung, waren sich viele Besucher der Auftaktveranstaltung einig. „Wir sind auf einem guten Weg und ich hoffe, dass wir genug Mitstreiter finden, um diesen Weg zu gehen“, fasste Beatrix Knieps-Müller im Hinblick auf die vielen Vorschläge, die zu Papier gebracht wurden, den Abend zusammen. Diese werden nun ausgewertet und in Themengebiete zusammengefasst, dann werden entsprechende  Arbeitsgruppen gebildet. Weitere Informationen zu dem Prozess gibt es in der Pfarreiengemeinschaft unter Tel.: (02641) 24540 oder per E-Mail an info@pg-badneuenahr-ahrweiler.de