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Schönstätter Marienschule holt Feierlichkeiten zum 75. Bestehen nach:Den Glauben in die Welt tragen

1945 wurde die Schönstätter Marienschule in Vallendar gegründet. Mit einem Jahr Verspätung feierte die Schulgemeinschaft ihr 75-jähriges Bestehen.
Die Schulgemeinschaft feiert einen Gottesdienst mit Weihbischof Peters. Fotos: Bistum Trier/Julia Fröder
Datum:
16. Juli 2021
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Vallendar – Ein Jahr später und auch etwas kleiner als geplant, fielen die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 75. Bestehen der Schönstätter Marienschule in Vallendar aus. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters feierte mit der Schulgemeinschaft, Frauen und Männern aus Politik und gesellschaftlichem Leben einen Gottesdienst, dem sich ein offizieller Festakt anschloss.

Der Schulgründung 1945 ging einer Bitte der Vallendarer Bürger voraus: Die Pfaffendorfer Brücke nach Koblenz wurde durch den Krieg zerstört, daher war es nicht mehr möglich, die dortigen weiterführenden Schulen zu besuchen. Die Schönstätter Marienschwestern, von denen einige als Lehrerinnen ausgebildet waren, wurden von Bürgern gebeten, ihre Töchter zu unterrichten. Bereits im Sommer besuchten erste Schülerinnen drei verschiedene Klassen; genehmigt durch die französische Militärbehörde. Seit der offiziellen Gründung des Mädchengymnasiums am 1. Oktober 1945 gab es immer wieder Erweiterungen wie 2005, damals wurde der Ganztagsschulbereich eröffnet.

Der Mädchenchor der Schule singt während des Gottesdienstes.

Den Gottesdienst durchzog das Symbol des Windrades. Mit Blick auf die vielen gebastelten bunten Windräder sagte Weihbischof Peters. „Ich muss es dem Sturm draußen aussetzen, damit es sich bewegt.“ Ansonsten bleibe es bloß eine hübsche Deko in einem Zimmer oder auf einem Balkon. Übertragen auf den christlichen Glauben bedeute dies, „den Glauben in die Welt hinauszutragen.“ Wer denke, der Glaube würde sich nur in der Marienschule abspielen und man könne ihn abstreifen wie einen Mantel, der habe den Glauben nicht verstanden.

Am 1. Oktober 2019 eröffnete die Schulgemeinschaft bereits das Jubiläumsjahr unter dem Leitgedanken "Miteinander fair leben". Einige Projekte konnten die Schülerinnen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern noch durchführen, wie Aktionen für die Partnerschule in Burundi, Akademietage oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit „Fridays for future". Doch dann bestimmte die Corona-Pandemie den Schulalltag.

Mädchen und junge Frauen aus den Kreisen Mayen-Koblenz, Westerwald und Neuwied besuchen die Schule und können an einem breiten Spektrum von Arbeitsgemeinschaften, Angebote zur Berufsorientierung sowie weiteren außerschulischen Projekten teilnehmen.

(jf)