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Neuer Altar und Ambo in der Pfarrkirche St. Suitbert in Rheinbrohl eingeweiht:Der Tisch des Herrn als Herzstück der Kirche

In Rheinbrohl gibt es einen neuen Altar. Die Besonderheit in der Pfarrkirche St. Suitbert ist die sichtbare Reliquie.
Weihbischof Jörg Michael Peters (links) und der Bildhauer Hans Rams setzten die Reliquie in den neuen Altar ein.
Datum:
28. Okt. 2019
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Rheinbrohl – Weihbischof Jörg Michael Peters hat in einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Suitbert die erste Eucharistiefeier an einem neu errichteten Volksaltar gefeiert. Damit ist dessen Weihe, die von einer Reihe von Ritualen begleitet ist, vollzogen. Eingesegnet wurde zudem ein neuer Ambo, das Pult für die gottesdienstlichen Lesungen. Neue Sitze für Priester, Messdiener und Gottesdiensthelfer komplettieren die neue Altarausstattung.

Die Besonderheit des neuen Volksaltars, der wie der Ambo von dem Bildhauer Hans Rams aus Niederbreitbach entworfen und von den Steinmetzen Brahm aus Oberwesel aus behauenem Basaltstein gefertigt wurde, ist die Form der Reliquienbeisetzung. Anders als in anderen Zelebrationsaltären ist ein Behältnis mit einem Knochen des Heiligen Suitbert dauerhaft von außen sichtbar. Weihbischof Peters und der Bildhauer Rams setzten während des Gottesdienstes das offene Behältnis in die Frontseite des Altartisches ein und verschlossen es mit einer Bronzeplatte, die ein Sichtfenster enthält.

Damit wurde nach fast 50 Jahren ein „provisorischer“ hölzerner Altartisch durch einen steinernen mit einer Reliquie des angelsächsischen Missionars Suitbert (637-713) ersetzt, der an diesem Ort, „einmalig im Bistum Trier, über fast tausend Jahre verehrt wird“, bemerkte der Trierer Weihbischof. Aber Altar und Ambo seien mehr als eine „Verschönerung“, sie seien Herzstück und „der Kern jeder Kirche“, sagte er über die Orte der Gegenwart Christi in Wort und Mahl. „Der Glaube möge die verändernde Kraft in unserem Leben sein“, sagte Peters in seiner Predigt. Wenn man sich frage, wo Gott im Leben und der Welt da sei, wohin Gott jeden einzelnen rufe und wie man aus dem Glauben heraus die Erde und die Zukunft gestalten könne, „dann hat der Glaube längst Wurzeln geschlagen im Leben“.

Weihbischof Jörg Michael Peters begießt die Altarfläche mit Chrisamöl.

In dem neuen Altar erkenne er das Urbild eines alten Opferaltares mit „vier Hörnern an den Ecken“, schilderte Peters seinen persönlichen Eindruck von dem formal schlichten Altar.

Nach der Segnung des Ambos und den ersten Lesungen vom neuen Pult als dem „Tisch des Wortes Gottes“ wurde die Suitbert-Reliquie, die am Vorabend in einer Vigilfeier vom nahen Seniorenheim in die Pfarrkirche übertragen wurde, im Altartisch beigesetzt. Nach der Besprengung mit Weihwasser salbte der Weihbischof den Altar mit Chrisamöl als Symbol für Jesus Christus. Anschließend entzündeten er und Pfarrer Christian Scheinost an fünf Stellen Weihrauch. Nach einem Weihegebet wurde der neue „Tisch des Herrn“ schließlich mit einem Altartuch bedenkt und Kerzen entzündet, sodass mit der ersten Eucharistiefeier am neuen Altar die wichtigste Handlung der Weihe erfolgten konnte. Sie wurde mitvollzogen von Kaplan Pater Magnus Ifedikwa, Monsignore Robert Kramer, Pfarrer Herbert Lonquich und Pater Augustinus Molzberger. Pfarrer Scheinost verlas am Ende die Weiheurkunde von Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet vom Kirchenchor St. Suitbert unter der Leitung von Organist Andreas Wies.

(red)