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Katholisches Pfarrheim wird zu Bürgerzentrum:Ein Haus für Lützel

Auch in Koblenz fehlen Versammlungsräume für Vereine, Gruppen oder Offene Treffs. Das neue Bürgerzentrum in Lützel bietet hier Abhilfe. Früher war es ein katholisches Pfarrzentrum.
Nach zehn Jahren freuen sich alle Akteure über die Eröffnung des Bürgerzentrums Frank Hastenteufel (Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung), Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld, Pfarrer Eric Condé, Stefan Nober (Bistum Trier, Arbeitsbereich Diakonische Pastoral) und die Einrichtungsleiterin Michalina Jonderko (v. links).
Datum:
19. Nov. 2018
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Koblenz – So etwas gab es noch nie im Bistum Trier: Aus dem katholischen Pfarrzentrum St. Antonius von Padua im Koblenzer Stadtteil Lützel wird ein Bürgerzentrum. Nach zehnjähriger Planungszeit und zweijähriger Umbauphase hat am 16. November die Schlüsselübergabe an Michalina Jonderko stattgefunden. Die Sozialpädagogin leitet die Geschicke im Haus.

Es ist ein, in dieser Form, einmaliges Projekt, an dem viele Kooperationspartner wie die Stadt, das Bistum, der Caritasverband als Träger des Quartiermanagements und die Pfarrei mit viel Engagement gearbeitet haben. „Auch das mag ein Grund dafür sein, warum von der ersten Idee bis zur Umsetzung viel Zeit vergangen ist“, räumt Michalina Jonderko ein, die als sozialpastorale Mitarbeiterin im Dienst des Bistums steht. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Am Tag der Eröffnung schaut sie in viele zufriedene und staunende Gesichter.

Das Motto des Hauses im Brenderweg 17 lautet „Gemeinsam Vielfalt leben“. In Lützel wohnen Menschen aller Generationen mit unterschiedlichen Religionen und multikulturellem Hintergrund, weiß der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner. Ein Treffpunkt für alle sei daher wichtig. „Das Bürgerzentrum stellt eine besondere Symbiose dar“, erklärt er. Der 1,7 Mio. teure Umbau wurde zu 70 Prozent durch ein Förderprogramm auf Landes- und Bundesebene, zu 20 Prozent vom Bistum Trier und zu 10 Prozent von der Stadt getragen.

45 Jahre lang war der Gebäudekomplex ein Gemeindehaus. Die Trägerschaft liegt weiterhin bei der Pfarrei, doch das Zentrum dient jetzt verstärkt dem Gemeinwohl. „Der Zusammenhalt in der Welt ist bedroht. Daher ist es gut, dass es einen solchen Ort gibt“, freut sich Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, der von Seiten der Bistumsleitung den Bürgerinnen und Bürgern zu ihrem Haus gratuliert. „Hier gibt es den Raum, sich gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern, unabhängig von der Herkunft“, sagt Dr. Ullrich. „Es handelt sich aus Sicht des Bistums um ein innovatives und interessantes Pilotprojekt. Wir wollen das weiterbegleiten“, versichert er. „Es ist ein leuchtendes und nachahmenswertes Beispiel diakonischer Kirchenentwicklung“, fasst es die Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld zusammen und fügt hinzu: „Das ist ja auch ein vorrangiges Ziel der Bistumssynode“.

Im Vorfeld wurden Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils nach ihren konkreten Bedarfen gefragt. Das Gebäude bietet daher Platz für private und öffentliche Veranstaltungen sowie Feiern, Beratungsangebote, Raum für Vernetzung von Menschen und Institutionen sowie für die Kinder- und Jugendarbeit. „Das Haus funktioniert nach dem Mitmach-Prinzip. Neben regelmäßigen und festen Angeboten wird das Programm von Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen des Stadtteils geprägt, denen die Einrichtung zur Nutzung offensteht“, erklärt Michalina Jonderko. Die Leiterin steht dabei den Menschen als „Ermöglicherin“ zur Verfügung. Oberstes Ziel ist es, einen Ort der Begegnung, des Kontakts sowie der sozialen und religiösen Integration zu etablieren.

Weitere Informationen gibt es bei Michalina Jonderko unter Tel.: 0261-9888010-0 oder per Mail an buergerzentrum-luetzel@gmx.de.

(jf)

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