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34 Erwachsene empfangen Firmung im Trierer Dom durch Weihbischof Dieser:Ein starker Schritt

34 Erwachsenen hat Weihbischof Dr. Helmut Dieser am letzen Sonntag der Heilig-Rock-Tage das Sakrament der Firmung gespendet.
Die Firmlinge mit Weihbischof Dieser.
Datum:
17. Apr. 2016
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier  Bewusst habe Andrea Heinrichsmeyer vor mehr als 20 Jahren darauf verzichten, den Schritt zu gehen. „Mir hat der Rahmen der Firmvorbereitung damals nicht gefallen“, sagt die heute 37-jährige Triererin. Die Firmung nachzuholen habe sie aber schon lange geplant. Denn nicht nur zuletzt durch ihre beiden Kinder habe sie sich vermehrt mit den Glauben auseinandergesetzt. „Und ich bin sehr froh, die Firmung nun in diesen bewussten und feierlichen Rahmen empfangen zu haben.“ Insgesamt 34 Erwachsenen hat Weihbischof Dr. Helmut Dieser am 17. April im Trierer Dom das Sakrament der Firmung gespendet. Ihre Entscheidung zur Firmung sei ein „starker Schritt“, sagte der Weihbischof zu ihnen.

Der Weihbischof ermutigte die Männer und Frauen für ihren Glauben einzustehen. „Wir leben in einer Welt, in der es so vieles zu hören gibt“, erklärte Dieser. Aber auch die Botschaft Jesu bleibe hörbar. „Das ist schön.“ Denn zum Leben gehöre vielmehr als ein „Auftritt“, eine nach außen gerichtete Selbstdarstellung. Es komme auch auf das an, was „hinter der Bühne“ geschehe. Es gehe um die innige Liebe Jesu zu den Menschen. Diese gehe einher mit der „Freude, die alles aufwiegt“ und die spüren lasse, „dass wir daran teilhaben werden, an diesem seligen Einssein“ mit Gott. Dann war es soweit. Die 34 Firmlinge stellten sich mit ihren Paten rund um den Altar im Dom. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, sagte der Weihbischof zu jeden einzelnen und zeichnete ihnen mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn.

Rund ein halbes Jahr hat sich Susanna Geiß aus Tünsdorf auf diesen Moment vorbereitet. Innerlich habe es in ihr aber schon viel länger gebrodelt, den Schritt zu gehen. „Ich habe in den letzten zwei Jahren Kirche ganz neu kennengelernt“, erklärt die Saarländerin. Als Jugendliche habe sie die Bedeutung der Firmung nicht verstanden. „Alle haben immer nur von Geschenken geredet“, erinnert sie sich. „Heute kann ich den Glauben viel besser verstehen.“ Mit ihrem 9-jährigen Sohn Tristan hatte die 29-Jährige sich schon gemeinsam auf dessen Kommunion vorbereitet. „Da ist mir vieles klarer geworden.“ Nun bekommt ihre beste Freundin Zwillinge. „Das war für mich der letzte Auslöser, mich firmen zu lassen“, erklärt Geiß. Denn als künftige Patentante eines der Kinder möchte sie auch Vorbild sein.

Ein Vorbild für ihr künftiges Patenkind sein will auch Sophia Urmersbach (15) aus Ochtendung. Ihre Taufpatin ist schwanger. Da wolle sie „natürlich“ das Kind auf dessen Weg begleiten. In ihrer Gemeinde gab es in diesem Jahr nicht die Möglichkeit, sich firmen zu lassen. „Für mich war aber jetzt der richtige Moment“, sagt die Jugendliche. In der Firmvorbereitung habe sie sich intensiv mir ihrem Glauben auseinandergesetzt. „Und es bewegt mich, nun noch öfter in die Kirche zu gehen.“ Die Firmung gehöre für sie zu ihrem Glauben dazu. „Es war ein wichtiger Schritt.“

Die Firmung ist eines der drei sogenannten Initiationssakramente des Christ-Werdens. Dabei wird das in der Taufe Begonnene in der Firmung weitergeführt und vollendet. In ihrem Zentrum steht die Zusage des Heiligen Geistes als Stärkung und Befähigung zum christlichen Leben. Weitere Informationen zur Erwachsenenfirmung gibt es im Internet unter www.katechese.bistum-trier.de und beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Pastorale Grundaufgaben, Tel.: 0651-7105-446.