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Heilig-Rock-Tage: Tag des ehrenamtlichen Engagements würdigt Einsatz :Engagement der Getauften ist Lebensader der Kirche

Gut 80.000 Ehrenamtliche sind im Bistum Trier in etwa 180 Diensten aktiv - ein guter Grund, beim "Tag des ehrenamtlichen Engagements" Dank zu sagen.
Generalvikar von Plettenberg sprach über das, was er von der Synodenumsetzung erhofft für die Kirche.
Datum:
7. Mai 2017
Von:
Bischöfliche Pressestelle
Trier – Eine Weitung dessen, was viele derzeit unter Kirche verstehen: Das erhofft sich Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg von der Umsetzung der Synodenbeschlüsse. Beim Tag des ehrenamtlichen Engagements während der Heilig-Rock-Tage am 6. Mai teilte er diese Hoffnung mit den zahlreichen Frauen und Männern, die aus dem ganzen Bistum nach Trier gekommen waren. Derzeit denke man bei Kirche vor allem an die Amtsträger, die Gebäude, die Messe am Sonntag. Die Synode – und das zweite Vatikanische Konzil – sage: „Die Kirche ist das Volk Gottes, sind die Getauften; alle, die sich zur Mitarbeit berufen fühlen.“ Kirche lebe nicht nur in dem Gebäude, sondern an ganz vielen Orten und sei da, „wo zwei oder drei“ in Jesu Namen versammelt seien. „Wenn wir in dieser Weite denken, haben wir gute Voraussetzungen, die Beschlüsse der Synode umzusetzen. Dann hat die Kirche im Bistum Trier eine Zukunft, und kann lebendiger werden und innerlich jünger.“

Wir sind alle befähigt, kirchliches Leben mitzugestalten

Von Plettenberg erinnerte daran, dass die Synode dazu ermutige, darauf zu schauen „wozu wir Kirche sind“. Der Auftrag Jesu laute, in alle Welt hinauszugehen und die frohe Botschaft zu verkündigen. Das gelte mit Blick „auf alle Menschen um uns herum“. So wollten die Pfarreien der Zukunft Raum geben, dass viel mehr Gemeinden, viel mehr Orte möglich seien - nicht nur um den Kirchturm herum, sondern angebunden an Einrichtungen wie Kitas oder Seniorenheime, an Zielgruppen wie Familien oder junge Leuten, an bestimmte Themen oder Engagements. „Wir wollen die Nähe zu den Menschen pflegen, nicht mehr nur geografisch, sondern an ihren Themen und Bedürfnissen orientiert.“ Der Generalvikar sprach die Ehrenamtlichen mit „Liebe Getaufte“ an: „Denn das ist es, was uns alle verbindet. Wir sind alle befähigt, kirchliches Leben mitzugestalten. Das bedeutet es, herausgerufen zu sein.“ Er ermutigte die Frauen und Männer, ihr Taufbewusstsein wahrzunehmen: „Ich lebe in Gemeinschaft mit Jesus Christus, ich bin beschenkt mit seinem Geist. Das macht mich zu einem mündigen Christen, der den Mund aufmachen und Hand anlegen darf, in der Gemeinschaft und im Zusammenwirken aller Gläubigen.“

180 verschiedene ehrenamtliche Dienste im Bistum

Michaela Tholl, Leiterin der Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, hatte in ihrer Begrüßung betont, der Tag des ehrenamtlichen Engagements „weitet den Blick und möchte das vielfältige Engagement würdigen“. Rund 180 ehrenamtliche Dienste gebe es im Bistum Trier, die von etwa 80.000 Ehrenamtlichen getragen werden. Tholl betonte, diese Dienste seien „gleichwertig“. „Das sind alles Menschen, die bereit sind, freiwillig und unentgeltlich Verantwortung für die Kirche und den Glauben zu übernehmen.“ Der Tag sei als Dank gedacht und um das öffentliche Bewusstsein zu stärken, dass die Kirche aus der Kraft der Engagierten lebe: „Die Lebensader der Kirche ist das Engagement der Getauften.“

"Durch Sie wird Nähe und Verlässlichkeit geschenkt"

Eröffnet worden war der Tag mit einem geistlichen Impuls von Weihbischof Robert Brahm, gestaltetet vom Chor 95 aus Wittlich. Brahm würdigte die Ehrenamtlichen, die sich der Kirche und dem Bistum Trier verbunden fühlten und „Ihren Einsatz vor Ort hineinstellen in die große Gemeinschaft der Christen, die an vielen verschiedenen Orten einen Weg in der Nachfolge Jesu suchen“. Mit ihrem Einsatz legten die Frauen und Männer einen Grundstein für eine Kirche, die auch in dieser Zeit sichtbares Zeichen und Werkzeug Gottes sei. „Durch Sie wird Nähe und Verlässlichkeit geschenkt“, betonte Brahm. Am Nachmittag konnten die Frauen und Männer in verschiedenen Workshops mitarbeiten und sich etwa mit dem Aufbau einer Ehrenamtskultur oder der Synodenumsetzung befassen. Auch der Besuch beim Ökumenischen Kirchenmusikfest mit Friedensgebeten oder Begegnungskonzerten war möglich; die Frauen und Männern konnten ins „Café International“ gehen oder sich beim „willkommens-netz.de“ über die Flüchtlingshilfe im Bistum Trier informieren. Am Abend würdigte Weihbischof Jörg Michael Peters im Namen des Bistums ehrenamtliche Initiativen (eigener Bericht - Bilder auf heilig-rock-tage.de. (JR)