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Weihbischof Gebert hat mit Militärangehörigen Eucharistie gefeiert:Gemeinsam dem Frieden Raum schaffen

Zusammen mit 200 Soldatinnen und Soldaten feierte Weihbischof Franz Josef Gebert einen Gottesdienst. Ein Kamerad wurde gefirmt.
Während des Gottesdienstes wurde ein Soldat von Weihbischof Gebert gefirmt.
Datum:
10. Mai 2019
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier – Einen besonderen Gottesdienst haben rund 200 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gemeinsam mit ihren Seelsorgern und Weihbischof Franz Josef Gebert am 9. Mai in der Liebfrauen-Basilika gefeiert. Im Militärgottesdienst während der Heilig-Rock-Tage wurde einer ihrer Kameraden gefirmt.

„Es ist eine Freude und ein Zeichen der Wertschätzung, dass wir heute gemeinsam Gottesdienst feiern“, sagte Weihbischof Gebert zu den Soldatinnen und Soldaten, die aus Koblenz, Mayen, Büchel, Saarlouis, Zweibrücken, Daun, Gerolstein und Idar-Oberstein gekommen waren. Das gemeinsame Beten sei von besonderer Bedeutung, denn es sei ein Zeichen des Friedens. „Es geht im Einsatz darum, dem Frieden Raum zu schaffen“, so Gebert. Dies könne nur gemeinsam geleistet werden, denn „die eigene Leistung reicht nicht aus, etwas zu schaffen; alleine stoßen wir an unsere Grenzen.“ Vereinter Glauben und das Weitergeben des Glaubens bestärke die Gemeinschaft: „Der Glaube kommt immer auf zwei Beinen und wurzelt in intensiver menschlicher Begegnung.

Katrin Jacob aus Saarlouis und Kameraden

Wir brauchen jemanden, der uns mitnimmt. Es geht dabei um eine ganz persönliche Beziehung zu Gott, die über Jesus hergestellt wird.“ Das Evangelium nach Johannes erzähle uns, dass alle Schüler Gottes seien. „So sind wir als getaufte und gefirmte Christen ein lebendiges Evangelium – ein Evangelium auf zwei Beinen.“ Glaube müsse im Alltag verankert sein und brauche Zeugen, die von den Spuren Gottes in ihrem eigenen Leben berichten, so Gebert. „Gott ist etwas, das zu uns selbst gehört“.

Es gehe darum, das Antlitz der verletzten Erde immer wieder im Kleinen zu erneuern, sagte Gebert und lud alle Anwesenden ein, ihr Firm-Versprechen gemeinsam mit dem Firmling zu erneuern. Er erinnerte daran, dass Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern als erstes den Frieden gewünscht habe. Noch heute begrüße man sich in vielen Regionen der Welt mit Shalom und Salam. Das sei mehr als eine Begrüßungsfloskel, sagte er. Es sei der Wunsch nach Frieden, der ausgedrückt werde.

Beim gemeinsamen Mittagessen

Beim anschließenden Mittagessen im Begegnungszelt kamen die Soldatinnen und Soldaten aus Heer und Luftwaffe sowie die Fallschirmjäger mit Weihbischof Gebert und Militärdekan Michael Kühn aus Koblenz ins Gespräch. Für Kühn ist klar: „Als Seelsorger beim Militär lernt man viele interessante Menschen kennen und möchte ihnen auch gerecht werden. Dort gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Facetten und Herausforderungen. Doch gerade das ist spannend. Unser Angebot wird oft und zum Teil auch sehr intensiv genutzt. Man muss sich immer vor Augen führen: Soldaten sind Menschen!“ Der Soldat Patrick W. bestätigte die Präsenz der Militärseelsorge: „Wir wissen immer, wen wir ansprechen können.“ Alina F., Soldatin in Lebach, hat das Angebot bisher nicht in Anspruch genommen, findet es aber „gut, dass es eine solche Anlaufstelle gibt.“ Ihre Kameradin Katrin J. hat sich schon öfter mit ihrem Militärseelsorger ausgetauscht: „Ich fühlte mich in allen Fragen stets gut beraten.“

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die Dommusik Trier und das Bläserensemble des Heeresmusikkorps Koblenz unter der Leitung von Hauptmann Wolfgang Dietrich. Weitere Informationen und eine Fotogalerie gibt es unter www.heilig-rock-tage.de.

(ih)