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Mit Kalle Grundmann schließt das Katholische Forum sein Jahr ab:Gott im Radio

Der langjähriger Rundfunk-Beauftragte des Bistums Trier beim SWR, Kalle Grundmann, war beim Katholischen Forum Koblenz zu Gast
'Radio-Prediger' Kalle Grundmann. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
Datum:
28. Okt. 2020
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Koblenz – „Gott gehört gehört – überall, nicht nur in der Kirche“, sagt der Theologe Kalle Grundmann. Er spricht seit mehr als zwanzig Jahren im Radio von Gott. Worauf es dabei ankommt, das hat der bekannte Koblenzer im Katholischen Forum im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium berichtet.

Die kirchliche Mitwirkung in Hörfunk und Fernsehen ist in der Bundesrepublik verfassungsrechtlich verankert, und als langjähriger Rundfunk-Beauftragter des Bistums Trier beim SWR war Grundmann bis zu seinem Ruhestand für viele Beiträge verantwortlich. Und so ganz hat er sich vom Radio nicht verabschiedet. Doch er tritt kürzer als zu seiner ganz aktiven Zeit: Das heißt, er schreibt und spricht nur noch etwa 20 Sendungen im Jahr ein; nicht mehr 80 wie in den Vorjahren.

Grundmann widmet sich der Herausforderung, die Sprache der Bibel und der Kirche zu übersetzen, berichtet Daniel Steiger vom Organisationsteam des Katholischen Forums und Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz. „Kalle ist eine Sprache ganz wichtig, die nicht nur Geweihte und Eingeweihte verstehen“, bringt es Steiger auf den Punkt. Der „Radio-Prediger“ betont, dass sich die Verkündigungsbeiträge an alle Hörerinnen und Hörer richten, von denen allerdings nur ein kleiner Teil eine Bindung zur Kirche hat. Es gilt, eine gewisse Balance zu halten, weiß der Pastoralreferent im Ruhestand. „Belehrt werden die Menschen schon genug“. Daher sollte man sich mit dem moralischen Zeigefinger insbesondere als Kirche zurückhalten. Für ihn ist es ein Lob, wenn jemand Kirchenfernes über ihn urteilt: „Das ist gar nicht so dumm, was der sagt, obwohl er von der katholischen Kirche ist!“ Diesen Zuspruch erhält er vermutlich, weil er eben keine platte Werbung für die Institution Kirche macht. „Ich orientiere mich am Hörer und bringe keine Kirchen-Insider-Themen“. Er lässt sich von seinem Alltag inspirieren, von Verkaufswagen mit gebratenen Hähnchen wie von Schaustellern. Von Jesus, Gott und der Bibel ist in manchen seiner Ansprachen wörtlich bzw. explizit gar nicht die Rede, aber die Aussage des Beitrags lässt sich auf die christliche Botschaft übertragen. Der Seelsorger sieht es als seine Aufgabe, den Menschen bewusst zu machen, dass Gott überall ist – auch am Imbisswagen oder auf dem Rummel.

Mit diesem Vortrag endet die Saison des Katholischen Forums für dieses Jahr. Die nächste Veranstaltung findet 2021 statt. Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung unter Tel.: 0261-963559-0 und auf www.keb-koblenz.de. (jf)