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Weihbischof Gebert beendet Firmreise im Dekanat St. Willibrord Westeifel:„Gott ist auch in eurem Alltag“

Weihbischof Gebert beendet seine Firmreise im Dekanat St. Willibrod Westeifel mit der Firmung in Schönecken.
Weihbischof Gebert bei der Firmung in Schönecken. Foto: Angelika Witczak
Datum:
16. Okt. 2020
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Schönecken – „Firmung hat ganz konkret etwas mit eurem Leben zu tun“, sagte Weihbischof Franz Josef Gebert den Firmlingen im Vorgespräch zu ihrer Firmung am 11. Oktober in Schönecken. Das hatten die 17 Jugendlichen während ihrer Firmvorbereitung erfahren dürfen, als sie verschiedene soziale Projekte besuchten und mitgestalteten, beispielsweise Karneval im Altenheim, ein selbstorganisiertes Fußballlager für Kinder aus der Umgebung und andere Aktionen. „Das sind Blitzlichter, in denen der Geist Gottes den Alltag betritt und uns zeigt, wie wir miteinander umgehen sollen“, ordnete Gebert die Projekte in den Zusammenhang der Firmung ein. Dieses Thema nahm er aus dem Vorgespräch mit in seine Predigt und führte es dort noch weiter aus. Gott gehe es darum, dass Menschen aufeinander achten und nicht nur kurzsichtig auf die eigenen Bedürfnisse schauen, sagte Gebert in seiner Predigt. „Bei Gott gibt es keine Gewinner und Verlierer und deshalb sollen wir auch nicht auf andere herunter schauen.“ Dafür gebe es auch einen weiteren Grund: „Gott ist mitten unter uns in einem alltäglichen Gewand: in unseren Mitmenschen, den Armen, aber auch in uns und unserem Alltag.“

Weihbischof Gebert im Vorgespräch über die Projekte der Firmlinge. Foto: Angelika Witczak

Die Projekte waren für die meisten Firmlinge das Highlight ihrer Firmvorbereitung, so auch für die 13-jährige Elisa: „Zum Glück haben wir das noch vor Corona machen können. Es war schön, armen Kindern mit selbst gepackten Paketen eine Freude zu machen und die fröhlichen Gesichter der Leute im Altenheim zu sehen.“ Die gemeinsamen Aktionen in der Vorbereitungszeit sind zwar ein wichtiges Element für die Jugendlichen, dennoch sind sie nicht der Hauptgrund für die Firmung. Elisa war es wichtig, ein erwachsener und damit vollwertiger Christ zu werden; der 12-jährige Paul will dadurch mehr mit dem Heiligen Geist verbunden sein und der 13-jährige Hendrik möchte aktiver in der Gemeinde sein und den Glauben weitergeben. Damit beschreiben die Jugendlichen genau das, was das Sakrament der Firmung ausmacht – es soll die Getauften mit der Gabe des Heiligen Geistes beschenken, sie stärken und sie auffordern, in Wort und Tat für ihre Werte und ihren Glauben zu stehen.

Firmlinge in Schönecken mit Weihbischof Gebert. Foto: Angelika Witczak

Am Ende des Gottesdienstes, der unter dem Motto „berührt, bewegt, bestärkt, gefirmt“ stand, beglückwünschte die stellvertretende Vorsitzende des Pfarreienrates, Hildegard Cremer, die Firmlinge und ermutigte sie, die Gaben Gottes in sich weiter wachsen zu lassen. Diese hatten die Jugendlichen zuvor während der Gabenprozession in Form von Gegenständen mit symbolischer Bedeutung vor den Altar gebracht – etwa eine Taschenlampe für Erkenntnis, ein Buch für Weisheit, eine Hantel für Stärke.

Mit dieser Firmung in St. Leodegar in der Pfarreiengemeinschaft Schönecken-Waxweiler endete die gut einen Monat dauernde Firmreise von Weihbischof Gebert durch das Dekanat St. Willibrord Westeifel, während der er rund 250 Jugendliche firmte. Die Katecheten und Firmlinge hatten schon seit Anfang des Jahres darauf gewartet, da die eigentlichen Termine wegen der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Um den Abstand in den Kirchen wahren zu können, teilten sich die Firmlinge in etwa doppelt so viele Gottesdienste auf wie ursprünglich geplant.

(aw)