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Trierer Dom: Georg Holkenbrink ist neuer Domdechant   :Gottes Liebe erkennen und annehmen 

Prälat Dr. Georg Holkenbrink ist als neuer Domdechant eingeführt worden. Damit ist das Domkapitel wieder komplett.
Im Rahmen der Vesper führte Dompropst Peters (2.v.re.) den neuen Domdechanten Holkenbrink (3. v.re.) sowie die Domkapitulare Ottmar Dillenburg und Matthias Struth (vorne links im Bild) in ihre Ämter ein.
Datum:
1. Mai 2024
Von:
Judith Rupp

Trier – In der Vesper am 28. April 2024 im Trierer Dom ist Prälat Dr. Georg Holkenbrink als neuer Domdechant eingeführt worden (siehe https://paulinus-bistumsnews.de/aktuell/news/artikel/Holkenbrink-folgt-Gebert/). Dompropst Weihbischof Jörg Michael Peters sagte, er freue sich, dass „pünktlich zum Domweihfest am 1. Mai“ das Domkapitel wieder komplett sei. Denn ebenfalls in der Vesper wurden auch die Anfang April ernannten neuen Domkapitulare Msgr. Ottmar Dillenburg und Matthias Struth „installiert“ (so der offizielle Begriff für die Einführung;  vgl. https://paulinus-bistumsnews.de/aktuell/news/artikel/Neue-Domherren-am-Trierer-Dom/).  

Peters erinnerte daran, dass zu den Aufgaben des Kapitels die Feier der Gottesdienste im Dom, die Wahl eines neuen Diözesanbischofs und die Sorge um die Verwaltung und den Erhalt der Hohen Domkirche gehöre. Als jüngstes Beispiel nannte er die Wiedererrichtung des Kreuzes auf der Heiltumskammer in der vergangenen Woche. 

Der neue Domdechant Holkenbrink predigt.

Domdechant Holkenbrink sprach in der Predigt von seiner eigenen Verbindung zum Dom, die er seit seiner Firmung spüre, die kurz nach der Wiedereröffnung des Doms 1974 stattfand. Die Menschen, die seit so vielen Jahren und Jahrhunderten den Dom besuchten, hätten „unterschiedliche Verbindungen und Verbundenheiten“ mit dem Dom. Manch einer sei von der Größe angesprochen, andere von der Atmosphäre. Mit Blick auf die Architektur sagte Holkenbrink: „Den Augen wird viel geboten bei einem Rundgang“; an jeder Ecke werde man sich der Geschichte des Gotteshauses bewusst. „Dieser Dom weiß von der Geschichte der Menschheit, der Kirche, des Glaubens zu erzählen.“ Der Dom lasse „etwas erahnen von der Herrlichkeit und Größe Gottes“. Viele, die kämen, erfreuten sich an der Musik, andere suchten Geborgenheit: „Menschen kommen hierher dankend, suchend, fragend, klagend, meist bittend.“ 

Der im Zuge der Renovierung neugestaltete Altar lenke den Blick auf die Eucharistie als „die Quelle und den Höhepunkt christlichen Lebens“. Das Opfer, das Christus in seinem Tod dargebracht hat, werde gegenwärtig in jeder Feier der Eucharistie. „In diesem Opfer manifestiert sich die Liebe Gottes, die Fülle des Lebens, das er schenkt.“ Darauf deute der Lebensbaum hin, der sich vom Altar ausgehend „in die Welt“ ausbreite mit seinen Ästen und Früchten. Der neue Domdechant erklärte, die Domgeistlichen seien sich der Ehre ihrer Aufgaben bewusst. Mehr noch aber als eine Ehre sei die Zugehörigkeit zum Domkapitel ein Auftrag, nämlich „durch die Verkündigung und die Feier der Sakramente“ diese Früchte des Lebens weiterzugeben und dabei den Menschen, die in den Dom kommen, zu helfen, „Gottes Liebe zu erkennen und für sich anzunehmen“. 

Informationen zum Domkapitel sind unter Das Trierer Domkapitel | Unser Bistum Trier - Verwaltungsportal (bistum-trier.de) zu finden.