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Lebensberatungsstelle Merzig des Bistums Trier stellt Jahresbericht 2021 vor:Hilfe bei Trennung, Überlastung und Verlusten

1044 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Lebensberatung Merzig in Trägerschaft des Bistums Trier im vergangenen Jahr mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden.
Foto: Natascha Kuhlmann (oben links), Bruno Heinz (unten links), Anna-Lena Berg (oben rechts), Jennifer La Rocca (Mitte rechts), Sarah Heisel (unten rechts). Bildquelle: Lebensberatung Merzig
Datum:
8. Mai 2022
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Merzig – 1044 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Lebensberatung Merzig in Trägerschaft des Bistums Trier im vergangenen Jahr mit Rat und Hilfe in Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensfragen zur Seite gestanden. Das sind etwas mehr als 2020, als 1019 Menschen Rat suchten. Darüber hinaus haben 32 weitere Personen an Elternkursen, offenen Sprechstunden und Weiterbildungen teilgenommen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2021 der Lebensberatungsstelle hervor.

Als häufigste Beratungsgründe nennt der Bericht bei Kindern und Jugendlichen Problemlagen der Eltern wie Partnerschaftskonflikte, Trennung und Scheidung, Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Erschöpfung und Überlastung sowie Eltern-Kind-Konflikte. 55 Prozent der insgesamt 334 beratenen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren lebten nicht mehr in ihren Ursprungsfamilien. Bei Erwachsenen waren die wichtigsten Themen bei der Beratung Kommunikationsprobleme, Bewältigung von Trennung, Belastungen durch das familiäre Umfeld, Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Überlastung und Stress, Belastung durch kritische Lebensereignisse wie Verlusterlebnisse sowie Depression und depressive Verstimmungen.

44,6 Prozent der Ratsuchenden nahm bis zu drei Beratungsstunden in Anspruch, fast jeder Dritte (30,1 Prozent) kam zwischen vier und zehn Mal. Jeder Vierte (25,3 Prozent) nahm mehr als zehn Beratungsstunden in Anspruch.

Mit Beginn der Corona-Pandemie hat die Lebensberatung Merzig ihr Angebot erweitert und bietet seitdem neben persönlicher Beratung auch Telefon-, Video- und Onlineberatung an. Der Digitalisierungsschub mit dem Wechseln zwischen verschiedenen Beratungsformen hat laut Bericht zu mehr Flexibilität bei den Beraterinnen und Beratern wie auch bei den Ratsuchenden geführt. So nutzten 25 Personen das Angebot der Online-Beratung.

Pro Monat gab es im Durchschnitt 29 Neuanmeldungen. „Spitzenreiter“ waren die Monate Januar, Februar, März und Oktober mit 37, 36 und 34 Anfragen für eine Beratung. Im Schnitt lag die Wartezeit zwischen Anmeldung und dem ersten Informationsgespräch bei fünf Wochen.

Das Beratungs-Team bietet auch den Kindertageseinrichtungen im Landkreis Hilfe an, die sich etwa mit der Bitte um Fallsupervision, Verhaltensbeobachtungen und Elternabenden an die Lebensberatungsstelle wenden können. Drei Kindertagesstätten im Landkreis haben im vergangenen Jahr die Hilfe eines Beraters angefragt. Darüber hinaus haben Kita-Leiterinnen kirchlicher und kommunaler Träger das digitale Angebot genutzt, um ihre Leitungsrolle und ihr berufliches Handeln zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Träger der Lebensberatungsstelle Merzig ist das Bistum Trier. Die im vergangenen Jahr entstandenen Gesamtkosten von rund 348.000 Euro trug das Bistum zu 43,2 Prozent, der Landkreis Merzig-Wadern zu 56,8 Prozent. Im Jahr 2021 hat das Bistum Trier 3,24 Millionen Euro für seine 20 Beratungsstellen im Saarland und in Rheinland-Pfalz aufgewendet. Hinzu kommen die Landes- und Kommunalzuschüsse von insgesamt rund 3,79 Millionen Euro. Die 20 Beratungsstellen erbrachten 8751 Beratungsleistungen mit denen 18.685 Personen erreicht wurden.

Für Hilfe suchende Menschen ist die Beratung kostenfrei.

Die Beratungsstelle Merzig hat ihren Sitz in der Trierer Straße 20 in 66663 Merzig und ist erreichbar unter Tel. (06861) 3549 und sekretariat.lb.merzig@bistum-trier.de.

(uk)