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Heike Marxen folgt auf Stefan Mathy:Jugendhilfezentrum Haus auf dem Wehrborn hat neue Leitung

Auf Stefan Mathy, der die Einrichtung seit 2009 geleitet hat, folgt Heike Marxen, die als Diplom-Sozialpädagogin seit 2014 die Erziehungsleitung inne hatte.
Beim Festakt übergab Stefan Mathy die symbolischen Schlüssel zu den Jugendhilfeeinrichtungen in Aach und Plein an seine langjährige Mitarbeiterin Heike Marxen, die die Leitung der Häuser übernimmt. (Foto: privat)
Datum:
3. Aug. 2022
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Aach/Plein – Die Jugendhilfeeinrichtung Haus auf dem Wehrborn in Aach bei Trier hat seit dem 1. August eine neue Gesamtleitung: Auf Stefan Mathy, der die Einrichtung seit 2009 geleitet hat, folgt Heike Marxen, die als Diplom-Sozialpädagogin seit 2014 die Erziehungsleitung inne hatte. Bei einer Feierstunde mit Eucharistiefeier am 28. Juli wurde Mathy in den Ruhestand verabschiedet. Der Einladung der cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt) folgten Weihbischof Franz Josef Gebert sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft, Vertretungen der Jugendämter sowie Mitarbeitende und Jugendliche.

Stefan Mathy tritt nach insgesamt 30 Jahren bei der ctt und über 12 Jahren Wehrborn-Leiter in den Ruhestand ein. Seine Laufbahn bei der ctt begann im Cusanus Krankenhaus Bernkastel-Kues, wo er zügig Verantwortung übernahm und schließlich Kaufmännischer Direktor des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich wurde. Im Jahr 2009 wechselte er nach Aach und arbeitete fortan an der Weiterentwicklung der Jugendhilfeeinrichtung: Die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens, die umfassende Sanierung der Wohngruppenhäuser, die Unterstützung der pädagogischen Weiterentwicklung, die Errichtung der Tagesgruppe und seit 2020 die Betriebsführung der Jugendhilfeeinrichtung Haus St. Anton in Plein sowie die Bewältigung der Herausforderungen der Corona-Pandemie sind als Meilensteine zu nennen. Für die Hildegard-Stiftung Trier, Gesellschafterin der ctt, sagte der stellvertretende Vorsitzende, Domkapitular Prof. Martin Lörsch: „Vieles, auf das das Haus auf dem Wehrborn stolz sein kann, wäre ohne Sie nicht möglich gewesen.“ Auch Weihbischof Franz-Josef Gebert, der als Vorsitzender des Verwaltungsrates der bischöflichen Stiftung vom Guten Hirten ein Grußwort sprach, dankte Mathy und machte dabei auf die besondere Verantwortung  aufmerksam, die alle Leitungskräfte von karitativen Einrichtungen im Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und sozialer Verantwortung tragen. 

Dieser Herausforderung stellt sich von nun an im Haus auf dem Wehrborn sowie im Haus St. Anton in Plein die Diplom-Sozialpädagogin Heike Marxen. Sie begann ihre Tätigkeit im Haus auf dem Wehrborn im Jahr 2000 im Gruppendienst, übernahm 2003 die Gruppenleitung und war seit 2014 Erziehungsleiterin. Im Rahmen einer gemeinsamen Übergabephase hatte sie bereits im April die Nachfolge als  Gesamteinrichtungsleiterin angetreten. Aufgrund ihrer langjährigen pädagogischen Erfahrung und Leitungspraxis gilt Marxen als vielversprechende Nachfolgerin. Gute Wünsche und Vertrauen in die künftige Zusammenarbeit formulierten Konstantin Sachs als Vertreter der Mitarbeitenden, ctt und Hildegard-Stiftung.

Bei der Feier zur Verabschiedung von Stefan Mathy und Einführung von Heike Marxen versammelten sich für ein gemeinsames Foto (von rechts): Maria Theresia Opladen und Josef Schwarz, Vorstand Hildegard-Stiftung Trier, Weihbischof Franz- Josef Gebert, Prof. Dr. Martin Lörsch, stv. Vorstandsvorsitzender Hildegard-Stiftung Trier, Heike Marxen mit Ehemann, Stefan Mathy mit Ehefrau, Ulrike Schnell, Geschäftsführerin ctt, Martin Gundert, Kaufmännischer Leiter Schwestern vom Guten Hirten. (Foto: privat)

Mathy verabschiedete sich mit einem Zitat des Nikolaus von Kues: „’Eines ist so  wichtig wie's andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.’ Das  versuche ich jetzt hinzubekommen.“, fügte er noch hinzu und bedankte sich bei allen  Gästen, seinem Team und insbesondere bei den Jugendlichen, deren Mitmachen und  Interesse ganz entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen des Jugendhilfezentrums seien. Er hoffe, dass die Jugendhilfe in Zukunft insgesamt mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung erhalte, da dem Thema bislang zu wenig Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit geschenkt worden sei.

Hintergrund: Haus auf dem Wehrborn und Haus Anton

Das Jugendhilfezentrum Haus auf dem Wehrborn ist eine Einrichtung der cusanus  trägergesellschaft trier mbH und bietet eine enge pädagogische Verzahnung von  Wohnbereich, Schule, Ausbildung sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zusätzlich  zu den Wohngruppen befinden sich im direkten Umfeld weiterhin eine Hauptschule  und eine Kindertagesstätte für die umliegenden Gemeinden. Insgesamt beschäftigt  das Haus auf dem Wehrborn rund 150 fachlich qualifizierte Mitarbeitende. Eine  Besonderheit der Einrichtung sind die Ausbildungsbetriebe, die Jugendliche in  handwerklichen Berufen ausbilden (Maler, Schreiner, Tischler, Landschaftsgärtner,  Koch, und Hauswirtschafter).

Die Jugendhilfeeinrichtung Haus St. Anton in Plein in Trägerschaft der Schwestern vom Guten Hirten umfasst eine Kinderkrippe (14 Plätze) für Kinder aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich, die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen (elf Plätze), die vollstationär und ohne Eltern aufwachsen, sowie die Betreuung von jungen Müttern und Vätern mit Kindern (acht Plätze). Zusätzlich wird eine ambulante Betreuung auch in  Familien angeboten. Derzeit gibt es 40 Mitarbeitende.

Seit 2020 besteht ein Betriebsführungsvertrag zwischen der ctt und den Schwestern  vom Guten Hirten, Träger der Jugendhilfeeinrichtung Haus St. Anton in Plein. Unter  der Leitung von Stefan Mathy wurde die Einrichtung saniert und neue Plätze für  Jugendliche geschaffen. Bereits am 22. Juli wurde er dort verabschiedet und Heike  Marxen als neue Leiterin begrüßt. 

Weitere Informationen gibt es auf www.wehrborn.de und bei Heike Marxen, Tel.: 0651-82440, E-Mail: h.marxen@wehrborn.de.

(red)