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Deutschlandweite Aktion für mehr Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen:Jugendkirche MIA erstrahlt am Welt-Mädchentag in Pink

Von Rügen bis München sind am Welt-Mädchentag zahlreiche Gebäude in Pink erstrahlt. Auch der Landkreis Merzig-Wadern hatte zur Teilnahme an der Aktion für mehr Gleichberechtigung aufgerufen. Gemeinsam mit den drei Hochwald-Kommunen setzte die Jugendkirche MIA ein sichtbares Zeichen.
Die Jugendkirche MIA in Rappweiler-Zwalbach erstrahlte am Welt-Mädchentag am 11. Oktober in Pink. Mit der Aktion wollen die Beteiligten auf die fehlende Gleichberechtigung von Mädchen aufmerksam machen. Foto: Jörg Mang
Datum:
12. Okt. 2021
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Weiskirchen – Von der Seebrücke in Sellin auf Rügen, über das Schokoladenmuseum in Köln bis zum Riesenrad am Münchner Ostbahnhof sind am Montagabend anlässlich des Welt-Mädchentags, der jedes Jahr am 11. Oktober stattfindet, in zahlreichen deutschen Städten bekannte Gebäude und Wahrzeichen in Pink erstrahlt. Auch die Jugendkirche MIA in Rappweiler-Zwalbach hat sich unter dem Motto „Gleiche Stärken, gleiche Chancen, gleiche Rechte“ gemeinsam mit den Hochwald-Gemeinden Weiskirchen, Wadern und Losheim am See an der Aktion beteiligt. Von Einbruch der Dunkelheit an bis Mitternacht haben Jugendliche des Technik-Teams von MIA die Kirche mit Scheinwerfern illuminiert. Ab 20 Uhr gab es zudem einen Sektempfang mit alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.

Sichtbarkeit für fehlende Gleichberechtigung schaffen

Mit der Kampagne „GirlsGetEqual  – Echte Gleichberechtigung – Jetzt!“ möchte das Kinderhilfswerk Plan International auf die fehlende Gleichberechtigung von Mädchen aufmerksam machen. „Trotz aller Fortschritte beachtet die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen konfrontiert sind, viel zu wenig. Zum Beispiel gehen weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Barrieren, wie Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie, selbstbestimmt zu leben“, heißt es in einer Stellungnahme von Plan International.

Weltmaedchentag2 MIA Mang

Auch der Landkreis Merzig-Wadern hat sich auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten Doreen Schrecklinger und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit der Initiative von Plan International mit unterschiedlichen Aktionen zum Welt-Mädchentag 2021 angeschlossen. So waren neben der Jugendkirche Mia noch weitere Objekte im gesamten Landkreis illuminiert: das Landratsamt, der Merziger Viezapfel vor der Stadthalle, die Rathäuser in Mettlach und Perl, das Cloef-Atrium in Orscholz und der historische Bahnhof in Beckingen. In zwei Bäckereien wurden zudem Backwaren mit dem Gleichheits- und dem Frauensymbol angeboten. In einem Supermarkt klärte der regionale Mädchenarbeitskreis über die Kampagne auf.

Die Bürgermeister der drei Hochwald-Kommunen kündigten an, sich auch über den Aktionstag hinaus dem Thema Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen widmen zu wollen. „Es ist auch und gerade unseren Frauenbeauftragten zu verdanken, dass sich hier nach und nach ein Bewusstsein durchsetzt, dass mehr möglich ist. Obwohl schon vieles angestoßen wurde, ist noch Luft nach oben“, sagten Jochen Kuttler (Wadern), Wolfgang Hübschen (Weiskirchen) und Helmuth Harth (Losheim am See).

Die Kirche mit im Boot

Mädchen und Frauen, die in Deutschland sogar etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind in Stadt-, Gemeinde- und Ortsräten unterrepräsentiert. Dies gilt ebenso für Einrichtungen der Kirche. Umso mehr freute es die Bürgermeister und die an der Aktion beteiligten Netzwerkerinnen des Familienzentrums Hochwald, Simone Schneider, und des Familienzentrums Losheim, Jessica Weinem, dass sich die Jugendkirche MIA dazu entschieden hatte, als Symbol für die drei Kommunen mitzuwirken. „Wir haben viele sehr engagierte Mädchen und junge Frauen, die Teil unserer Jugendgruppe sind“, sagte Gemeindereferent Jörg Mang als Vertreter von MIA, „hier ein Zeichen zu setzen und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzutreten, in der Gesellschaft wie in der Kirche, da sind wir gerne mit dabei.“

(uk/red)