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450 Pilger machen sich auf den Weg in den südfranzösischen Wallfahrtsort:„Lourdes fasziniert immer wieder“

450 Männer und Frauen machen sich auf zur Bistumswallfahrt nach Lourdes. Jeden bewegen andere Gründe, aber alle eint die Faszination dieses Ortes.
So wie für diese Buspilger geht es für 450 Männer und Frauen, Gesunde und Kranke, in den Wallfahrtsort Lourdes.
Datum:
5. Sept. 2017
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier/Lourdes – Warten auf den Bus, ein Wirrwarr aus Koffern und Jacken auf dem Gehsteig, großes „Hallo“ beim Wiedersehen alter Bekannter: Es sind Vorfreude und Aufregung unter den Pilgern zu spüren, die sich an diesem Morgen des 5. September mit einem von insgesamt 6 Bussen auf den Weg nach Lourdes machen. 450 Pilgerinnen und Pilger sind in diesem Jahr bei der fünftägigen Bistumswallfahrt in das südfranzösische Pyrenäenstädtchen dabei, die unter der geistlichen Leitung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Pfarrer Joachim Waldorf steht. 270 von ihnen reisen mit dem Bus, 180 weitere folgen zwei Tage später mit dem Flugzeug. Unter den Wallfahrern sind elf Kranke, betreut von den Maltesern, sowie zehn Schülerinnen und Schüler der St. Matthias-Schule Bitburg, die sich während der Reise ebenfalls um die Älteren und Kranken kümmern.

Beten für einen Angehörigen, Danke sagen für eine geglückte Operation, neue Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln: Jeder Pilger hat seine eigenen Beweggründe für die Wallfahrt. Einer von ihnen ist Manfred Johanns aus Roth bei Prüm, der während der Pilgerreise gleich zwei persönliche Jubiläen feiert: Seinen 66. Geburtstag und seine 30. Pilgerfahrt nach Lourdes. „Ich bin immer wieder auf’s Neue angetan von diesem Ort und es gibt auch immer wieder neue Aspekte zu entdecken.“ Für Johanns fängt schon auf der Busfahrt die Wallfahrt an: „Hier ist die Gemeinschaft einfach so schön. Man unterhält sich, betet gemeinsam, kann viel sehen – Frankreich ist ein wunderschönes Land.“ Die 68-jährige Theresia Schreiber kann ihm da nur beipflichten: „Es steckt an, wenn man einmal dort war. Die Gemeinschaft ist das, was es ausmacht.“ Als Lehrerin habe sie nie richtig Zeit für das Wallfahren gefunden und sich die Reise nach Lourdes für die Rente vorgenommen. Seitdem war sie schon dreimal dort. „Mich hat das fasziniert, die Stimmung, der Heilige Bereich, an dem man auch ganz für sich sein kann, an Maria herantreten kann.“ Während sie in den letzten Jahren beispielsweise für die Familie oder andere betete, möchte sie in diesem Jahr „einfach nur Danke sagen, dass es so gut gelaufen ist“. Mit dabei sind auch die 15-jährige Eva Turmann und der 16-jährige Simon Tebeck von der St. Matthias-Schule in Bitburg, die im Rahmen ihres Sozialpraktikums Pilger betreuen. „Wir werden die Kranken und Hilfsbedürftigen zu Gottesdiensten oder den Mahlzeiten zu begleiten und ihnen Gesellschaft leisten“, beschreibt Simon die Aufgaben. Seine Tante fahre jedes Jahr nach Lourdes und habe schon viel davon erzählt. Er selbst ist zwar Messdiener, war aber noch nie auf einer größeren Wallfahrt. „Ich bin gespannt auf die neuen Erfahrungen“.

Auf dem Programm der Wallfahrt stehen für die Pilger tägliche Gottesdienste, eine internationale Messe in der unterirdischen Basilika Pius X., Kreuzwege, abendliche Lichterprozessionen und Zeit für das persönliche Gebet und den Besuch der Grotte. Seit 1958 pilgern jährlich Gläubige aus dem Bistum Trier nach Lourdes, wo 1858 Bernadette Soubirous die Muttergottes erschienen sein soll. Der Ort nahe der spanischen Grenze zieht jedes Jahr mehrere Millionen Pilger an und gehört zu den bekanntesten Wallfahrtsstätten der Welt. Weitere Informationen zu Pilgerreisen im Bistum Trier gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Abteilung 1.1 Pastorale Felder, Pilgerreisen des Bistums Trier, Tel.: 0651-7105-592, E-Mail: pilgerfahrten@bistum-trier.de.