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Das Göttliche ins Menschliche übersetzen :Melanie Wolfers erhält Peter-Wust-Preis

Seit 2004 ist Sr. Dr. Melanie Wolfers SDS Mitglied der Gemeinschaft der Salvatorianerinnen in Österreich und veröffentlichte seitdem zahlreiche Bestseller.
Dr. Hermann Josef Groß, Schwester Dr. Melanie Wolfers SDS und Prof. Dr. Walter Andreas Euler (Foto: Wolfgang Raab)
Datum:
3. Juli 2023
Von:
red

Trier – Am 1. Juli hat die Peter-Wust-Gesellschaft in Kooperation mit der Theologischen Fakultät Trier den Großen Peter-Wust-Preis an Melanie Wolfers verliehen.  

Die diesjährige Preisträgerin stammt aus Flensburg, studierte in Freiburg und München Theologie und Philosophie und promovierte in theologischer Ethik. Seit 2004 ist Sr. Dr. Melanie Wolfers SDS Mitglied der Gemeinschaft der Salvatorianerinnen in Österreich und veröffentlichte seitdem zahlreiche Bestseller. Die 30. Preisträgerin des Peter-Wust-Preises hielt am Vorabend der Preisverleihung in St. Gangolf einen Vortrag zu ihrem neuen Buch „Nimm der Ohnmacht ihre Macht – entdecke die Kraft, die in dir wohnt“.  

In seiner Begrüßung würdigte Dr. Herman Josef Groß, Vorsitzender der Peter-Wust-Gesellschaft, das Engagement von Melanie Wolfers. Der Peter-Wust-Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch ihr wissenschaftliches oder künstlerisches Schaffen oder durch ihr privates oder öffentliches Engagement um die Verwirklichung des christlichen Selbst- und Weltverständnisses im Sinne des saarländischen Existenzphilosophen Peter Wust verdient gemacht haben. Melanie Wolfers Bücher stellten einen Versuch dar, mit Menschen aus dem säkularen Bereich ins Gespräch zu kommen, und leisteten so einen wichtigen Beitrag zur Verkündigung christlicher Werte. Der ehemalige Trierer Dogmatikprofessor und Weggefährte von Wolfers, Bischof Dr. Manfred Scheuer (Linz) beschrieb sie als Theologin und Buchautorin mit Mehrwert. In ihren Werken übersetze sie das Göttliche ins Menschliche. 

Dr. Marc Röbel, Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld, setzte sich in seinem Festvortrag „Wege und Umwege zum Sinn – Philosophische „Seelsorge“ bei Peter Wust“ mit der Aktualität des Philosophen auseinander. Damit einhergehend stellte er die Frage „Wie können wir trösten, ohne zu verströsten?“ und plädierte für die Rezeption der Werke des aus Rissenthal stammenden Philosophen, um so eine „eigene existenzanalytische Sensibilität“ zu fördern. Er schloss mit dem Appell, Peter Wust auch heute noch zu lesen.  

Die Preisträgerin bedankte sich bei allen Weggefährten und Freunden, der Familie und dem Auswahlkomitee für diese Ehrung. Prof. Dr. Walter Andreas Euler, Rektor der Theologischen Fakultät Trier, verwies auf die Wichtigkeit der Philosophie von Peter Wust und die bereichernde Wirkung der Kooperation der beiden Trägerinstitutionen. Zudem bedankte er sich bei allen Beteiligten. Abgerundet wurde das Programm durch die abwechslungsreiche musikalische Gestaltung eines Ensembles bestehend aus Schülerinnen und Schülern des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig unter der Leitung von Peter Hahn.