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Neues Musikprojekt mit Geflüchteten in der Pfarrei Hl. Franziskus Kleinblittersdorf:Mit Musik Grenzen überwinden und Begegnung schaffen

In der Pfarrei Hl. Franziskus Obere Saar (Kleinblittersdorf) ist ein neues Musikprojekt mit Geflüchteten gestartet. Wenige Woche nach Gründung begeisterte die noch junge Gruppe mit einem ersten öffentlichen Auftritt bei einem „Abend für den Frieden“.
Die neue Musikgruppe 'one music project' bei ihrem ersten Auftritt in St. Agatha Kleinblittersdorf. Foto: Thomas Wieck
Datum:
8. März 2023
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Kleinblittersdorf – Eigentlich steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen – und hat doch schon für breite Aufmerksamkeit gesorgt. Einen „Abend für den Frieden“ mit Konzert und Gebet am Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine am 24. Februar in der Kirche St. Agatha in Kleinblittersdorf darf die bunt zusammengewürfelte Truppe von „one music project“ durchaus als einen beachtlichen Start verbuchen. Das erste Treffen für das neue Musikprojekt mit Geflüchteten lag da gerade mal sechs Wochen zurück.

Die Idee, sich bei der Integration von Geflüchteten in der Gemeinde zu engagieren, war vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen Ende vergangenen Jahres im Pfarrgemeinderat der Pfarrei Hl. Franziskus Obere Saar (Kleinblittersdorf) diskutiert worden. In Gesprächen mit dem Migrationsbeauftragten der Gemeinde sowie dem Caritasverband Saarbrücken und Umgebung kristallisierte sich die Idee heraus, ein Musikprojekt zu starten, als Ergänzung zu dem bereits sehr gut angenommenen Sport- und einem neuen Handarbeitsprojekt in Kleinblittersdorf. Die Idee von „one music projekt“ lautet: Gemeinsam Musik machen, Grenzen überwinden, Begegnung schaffen.

„Es ist eine gute Idee, um Migranten hier zu integrieren, Musik hilft viel für die Integration“, sagt der Migrationsbeauftragte der Gemeinde, Abderahman Mrazzen. Annalisa Crisetti, die die Caritas-Projekte unter dem Motto „Wir sind da“ betreut, ergänzt: „Unsere Botschaft ist: „Egal, aus welchem Land wir kommen, wir sind zusammen. Musik hat keine Grenzen, hat keine Sprachen, und zusammen klappt’s“.

Musik gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die zu uns gekommen sind, zusammen mit Einheimischen, für diese Idee steht auch der Name, den sich die Gruppe gegeben hat: „one music project“. Das Ziel: Sich über die Musik kennen lernen, voneinander lernen und Begegnung schaffen, sagt Initiator Oliver Hilt vom Pfarrgemeinderat.

Ahmed, ein Kurde aus Syrien, war gleich mit seiner Buzuq, einem kurdischen Saiteninstrument, von Anfang an mit Begeisterung dabei: „Ich kann kurdische und arabische Musik spielen. Meine Gruppe macht viel Spaß“, sagt er nach der dritten gemeinsamen Probe, die auch gleich Generalprobe für den ersten öffentlichen Auftritt war. Beim „Abend für den Frieden“ zeigte die inzwischen fünfköpfige Gruppe, wie „one music project“ in ungewöhnlicher Zusammensetzung, ergänzt durch Friedentexte in Deutsch, Arabisch und Ukrainisch, klingt. Gut 80 Gäste, davon etliche, die aus diesem Anlass zum ersten Mal in die Kirche St. Agatha kamen, wollten am Schluss gerne noch ein Zugabe hören.

Das „one music project“ nimmt laufend weitere Musikinteressierte an, egal welches Musikinstrument gespielt wird oder ob lieber gesungen wird, jeder ist eine Bereicherung für die Gruppe. Kontakt und Infos: crisetti-a@caritas-saarbruecken.de oder info@olihilt.de

(red)