Zum Inhalt springen

Rhein-Wiederin und Triererin waren Synodale bei der Trierer Bistumssynode :Mit auf den Weg nehmen

Zweieinhalb Jahre tagte die Bistumssynode; unter den rund 280 Synodalen waren auch Cordula Scheich und Dr. Herta Brinkmann. Sie berichten von ihren Erfahrungen...
Syn_VV7_02_01.jpg
Datum:
29. Apr. 2016
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier/Rhein-Wied – Nach rund zweieinhalb Jahren Beratungen geht die Trierer Bistumssynode mit der siebten Vollversammlung bis zum 1. Mai zu Ende. Rund 280 Synodale haben über die Zukunft des kirchlichen Lebens im Bistum Trier beraten. Darunter war auch Dr. Herta Brinkmann, die für das Dekanat Rhein-Wied an der Synode teilgenommen hatte – und Cordula Scheich aus Trier für die Kindertageseinrichtungen.

Es sei eine „sehr reiche Zeit“ gewesen, sagt Brinkmann. Auch im Hinblick darauf, Kirche als Gemeinschaft zu erleben – „und dabei eine Augenhöhe erreicht zu haben zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen“. Für ihren persönlichen Glauben habe sie viele Impulse gewonnen. „Die Synode hat schon jetzt sicher diejenigen, die an der Synode teilgenommen haben, verändert“, erklärt Brinkamnn. „Und es ist eine sehr große Aufgabe für uns, das den Menschen zu vermitteln.“ Ihre Sorge sei es, wenn sich jetzt alle auf die Strukturänderungen stürzen. „Die Hauptaufgabe wird es daher sein, die Hauptamtlichen mit auf diesen Weg zu nehmen und jedem zu vermitteln, dass er für seinen Glauben durch die Taufe in die Verantwortung genommen ist und diesen zu pflegen und daraus Kirche zu bauen.“ Ihr persönlicher Höhepunkt: Als Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der ersten Vollversammlung „uns persönlich den Synodenschal um den Hals gelegt hat.“ Das sei ein „wunderbares Zeichen“ gewesen. Der Bischof habe die Synodalen dadurch angenommen, und alle gleich gestellt. „Es war wie eine Segnung.“

Scheich sei bei der Synode „faszinierenden Menschen“ begegnet, erklärt sie. „Menschen, die Lust haben nicht nur gemeinsam Kirche zu tun, sondern auch Kirche zu sein.“ Es habe viele gute Begegnungen, Auseinandersetzungen und auch hartes Ringen gegeben. „Was ich aber sicher auch mitnehme: Unsere Kirche ist bunt.“ Das mache Freude und sei manchmal auch eine Herausforderung. „Die Synode hat schon jetzt Kirche im Bistum Trier verändert: im Miteinander der Synodalen, in den Diskussionen vor Ort, und indem sich viele Fragen für die Synodalen zugespitzt haben.“
Hinzu komme, dass zur Synode Menschen aus ganz unterschiedlichen Ecken des Bistums gekommen seien, die das jetzt weitertragen könnten, was hier eingeübt wurde. Kirche solle auch in Zukunft genauso bunt und lebhaft aussehen, wie es in der Synode gewesen sei. „Dass man miteinander im Gespräch ist, dass es Menschen gibt, die aufstehen und sagen, was sie gerne hätten und die trotzdem so kompromissbereit sind und sagen: Wir sind gemeinsam auf dem Weg.“

Am zweiten Tag der Vollversammlung ist die Synode in die Beratungen des Schlussdokumentes eingestiegen. So wurde etwa der einleitende Text des ersten Kapitels „Mit Gottes Hilfe umkehren und einen neuen Anfang wagen“ durch eine neue Vorlage unter der Überschrift „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit“ ersetzt. Der neue Text wurde intensiv diskutiert.

Außerdem überbrachte Yuriy Kolasa, Generalvikar für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich die Grüße der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche. Er sicherte der Bistumssynode die Gebete der ukrainischen Kirche zu, die darum bete, dass die Synode „reiche Früchte für die Kirche von Trier“ bringe.

Die Vollversammlung tagt bis Samstagabend, 30. April und wird am Ende über das Schlussdokument abstimmen. Die Synode schließt am Sonntag, 1. Mai, mit einem Gottesdienst um 10 Uhr im Trierer Dom. Über den Facebook- und den Twitter-Account des Bistums kann die Synode live mitverfolgt werden. Infos gibt es auch unter www.synode.bistum-trier.de.