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Weihbischof Gebert firmt junge Menschen im Pastoralen Raum Idar-Oberstein:Mit dem Geist Gottes die Enge des Alltags übersteigen

Derzeit ist Weihbischof Franz Josef Gebert auf Firmreise im Pastoralen Raum Idar-Oberstein und spendet über 80 jungen Menschen das Sakrament der Firmung.
Der Weihbischof spendet den jungen Menschen beim Firmgottesdienst in Kirn das Sakrament, dass sie mit dem Heiligen Geist bestärkt.
Datum:
9. Okt. 2023
Von:
red/Stefan Endres

Kirn – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert spendet im Oktober im Pastoralen Raum Idar-Oberstein über 80 jungen Menschen das Sakrament der Firmung, um sie mit der Gabe des Heiligen Geist in ihrem Leben zu bestärken. Den Auftakt bildeten zwei Firmgottesdienste am 7. Oktober in Kirn und Idar-Oberstein sowie einer am 8. Oktober in Birkenfeld. Der Abschluss der Firmreise im Pastoralen Raum ist am 15. Oktober in Hoppstädten-Weiersbach.

In seiner Predigt in der Kirche St. Pankratius in Kirn erläuterte der Weihbischof den 18 Firmlingen, worin er die Bestärkung durch den Heiligen Geist als der Gabe Gottes sieht. „Er will Euch befähigen, die Welt und Euch selbst mit den Augen Gottes zu sehen. Es ist der Geist, der aus der Kleingeistigkeit des eigenen Lebens herausführen und dem Leben eine göttliche Deutung geben will – einen großen Horizont.“ Darin bringe Gott zum Ausdruck, „dass ihr mehr seid als das, was ihr leistet, und bedeutender als das, was ihr besitzt“, sagte er mit Verweis auf das Sonntagsevangelium nach Matthäus. Im dortigen Gleichnis von den Winzern bemächtigen sich die Arbeiter des Weinbergs und erschlagen alle Gesandten des Gutsbesitzers. Gott denke aber – über den allen Besitz hinaus – viel größer von jedem einzelnen, „deshalb muss man nicht die Anderen klein halten oder machen, um selber bedeutsam zu sein“, sagte der Weihbischof. Mit dem Geist Gottes bestärkt könne das Leben von jedem und jeder zu einem Ort werden, der im eigenen Handeln das Wirken des Geistes spiegele. „Dann ist es der Ort, der göttliche Größe hat und über die Enge des Alltags hinausgeht. Ein Ort, an dem Himmel und Erde sich begegnen und das Wort des Evangeliums zu etwas Lebendigem und Greifbaren wird“, sagte Gebert.

Gemeinschaftserlebnisse während der Firmvorbereitung

Der Weihbischof spendet den jungen Menschen beim Firmgottesdienst in Kirn das Sakrament, dass sie mit dem Heiligen Geist bestärkt.

In den Monaten zuvor hatten sich die Jugendlichen auf Ebene des Pastoralen Raums unter der Leitung von Pastoralreferent Michael Michels auf die Firmung vorbereitet. Es zeuge in einer Diaspora von einer bewussten Entscheidung, die Firmung empfangen zu wollen, sagte er mit Blick auf die Region, in der nur eine Minderheit Mitglied der katholischen Kirche ist. Ein Großteil der Jungen und Mädchen habe sogar mehr Angebote wahrgenommen, als eigentlich erwartet wurde, sagte Michels, der von einem Team von aus Ehren- und Hauptamtlichen unterstützt wurde. Sarah Grundwald (15) aus Hennweiler war mit 22 anderen für eine Woche in Taizé. Neben der „tollen Gemeinschaft“ und den besonderen Gottesdiensten habe sie dort die „gute Erfahrung gemacht, mit ganz wenig zurechtzukommen“. „Die Firmung gehört für mich zur Aufnahme in die Kirche noch dazu“, sagte Sarah über ihren Beweggrund. Den teilen auch die Obermessdienerin Zoe Müller (16) aus Rhaunen, die neben Taizé auch mit zu einem Wochenende in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang war, sowie Jule Schön aus Aschbach. „Ich habe für mich entschieden, selbst, Ja‘ zu Gott zu sagen“, betonte die 16-Jährige. Von den größeren und kleineren Firmprojekten, darunter einem Besuch in der Justizvollzugsanstalt in Wittlich und der Seelsorgearbeit auf dem Frankfurter Flughafen, berichteten die Jugendlichen dem Weihschof in einem Vorgespräch vor den Gottesdiensten.

Die Firmlinge unterstützen mit ihren Fürbitten auch die Gestaltung des Gottesdiensts, den sie mit ihren Paten und der Gemeinde sowie Dekan Ernst-Walter Fuß am Altar in St. Pankratius feierten. Der Weihbischof dankte den Paten, dem Pastoralteam und den Unterstützern der Vorbereitung und Gestaltung der Liturgie – darunter dem Ehepaar Jansen für Orgelspiel und Gesang. Der Pastorale Raum umfasst die fünf Pfarreien Birkenfeld (St. Jakob), Heide Westrich (St. Franziskus), Hunsrück Idar (St. Barbara), Kirner Land (St. Hildegard) und Nahe Glan (St. Bonifatius).