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Gesprächsformat „Theo-Talk“ der Katholischen Erwachsenenbildung besteht seit fünf Jahren :Miteinander reden über „Gott und die Welt“ 

Seit fünf Jahren gibt es das Angebot „Theo-Talk“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Trier. 
Katharina Zey-Wortmann und Dr. Samuel Acloque bieten als KEB seit fünf Jahren den „Theo-Talk“ an.
Datum:
3. Nov. 2023
Von:
Stefan Endres

Trier – Miteinander über „Gott und die Welt“ ins Gespräch kommen, Wissen vermitteln und dabei Orientierung geben – das möchte seit fünf Jahren das Angebot „Theo-Talk“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Trier.  

Den Auftakt für ein kleines Jubiläum am 29. Oktober bildete ein Gottesdienst in der Jesuitenkirche mit dem Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Bildung im Generalvikariat, Domvikar Matthias Struth. Beim anschließenden Empfang in der angrenzenden „Weinwirtschaft“ begrüßte Katharina Zey-Wortmann, die Leiterin der Fachstelle Trier der KEB, die Gäste – darunter einige Theo-Talk-Referentinnen und -Referenten sowie Teilnehmende von Veranstaltungen. Sie skizzierte die KEB-Bildungsarbeit und das Format „Theo-Talk“, das sich im „Vorhof von Kirche“ bewege und offen sei für „alle Menschen guten Willens, gleich welcher Religion“. Es handele sich um ein Format für relevante und aktuelle Themen, das für „den integrativen und partizipativen Charakter von Bildung“ stehe. In bisher 36 Veranstaltungen seit dem Start im Oktober 2018 hat das Gesprächsformat zu aktuellen theologischen, gesellschaftspolitischen oder philosophischen Fragen eingeladen. Dabei ist die gastliche Atmosphäre mit gemeinsamem Abendessen – zunächst im „Petrusbräu“ und nun seit über drei Jahren im „Kegel- und Bowlingcenter Heiligkreuz“ – wichtiger Teil des Konzepts. „Wir gehen an einen Ort, an den die Menschen gerne hingehen“, erklärte Zey-Wortmann. Einmal im Monat, immer an einem Montagabend, eröffnet dann eine Referentin oder ein Referent mit einem Vortrag das Thema, über das sich die Teilnehmenden und Veranstalter anschließend austauschen. 

Breites Themenspektrum im Theo Talk 

Der Kulturreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Jakob Johannes Koch, blickte bei seinem Gastvortrag beim „Theo-Talk“-Jubiläum auf die Herausforderungen und Chancen der kirchlichen Erwachsenenbildung.

Vor dem Hintergrund grassierender Desinformation und gesellschaftlicher Spaltung sei man einem „gesellschaftlichen Klimawandel“ ausgesetzt, sagte die KEB-Leiterin beim Jubiläum. „Dem möchten wir mit dem Theo-Talk solides Wissen, gute Gespräche und Orientierung entgegensetzen“. Dabei sei das Gesprächsformat „ökumenisch, interreligiös und grenzüberschreitend angelegt“. Dr. Samuel Acloque, der mit Zey-Wortmann das Format entwickelt hat und seit Beginn durchführt, beleuchtete den kirchlichen Bildungsauftrag der KEB, der der Frohen Botschaft Raum gebe, sich dabei aber nicht in „binnenkirchliche Fragen“ zurückziehe. Die Breite der angebotenen Themen wolle ermutigen, der „Frage nach Gott im eigenen Leben nachzuspüren“, sagte der Religionspädagoge. Zu den behandelten Themen gehörten in der Vergangenheit zum Beispiel Fragen zur Gentechnik, zur Organspende, zu Nahtoderfahrungen, zu politischen Konflikten oder zu Europa. Aber auch „leichtere“ Abende wie „Trier und sein Bier – ein flüssiges Kulturgut“ standen auf dem Programm.  

Wegen seiner Beispielhaftigkeit sieht Zey-Wortmann im Theo-Talk „ein Projekt, von dem ich mir viel verspreche“. Denn auch für die Kirche gelte es, die demografische Entwicklung mit immer mehr, aber sehr aktiven älteren Menschen im Blick zu haben, die intellektuelle Ansprüche besitzen. „Dafür müssen wir als Kirche Angebote machen. Das ist ein großes Potential und wird noch zu wenig gesehen“, befindet Zey-Wortmann und wünscht sich „mindestens fünf weitere Jahre Theo-Talk“.  

Beim Jubiläum beleuchtete Dr. Jakob Johannes Koch, Kulturreferent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, in einem Gastvortrag die „Chancen kirchlicher Erwachsenenbildung in krisenhaften Zeiten“. Informationen und die Termine gibt es im Internet unter www.keb-trier.de.