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Förderverein unterstützt die Umsetzung der Trierer Bistumssynode:Mutig, innovativ und zukunftsgewandt

Der Förderverein "Kirche in Bad Neuenahr" hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung der Bistumssynode zu fördern indem die Mitglieder Gesicht zeigen und konkretes Handeln unterstützen.
David Bongart, Michael Wolter, Jürgen Ritter, Dr. Thomas Fößel und Pfarrer Peter Dörrenbächer (v. links) vom Förderverein.
Datum:
13. Feb. 2019
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Bad Neuenahr – Ein Muslim zählt zu den Gründungsmitgliedern. Nicht nur das ist ein Beispiel für die Weite des Fördervereins „Kirche in Bad Neuenahr“. Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung der Bistumssynode zu fördern, indem die Mitglieder Gesicht zeigen, konkretes Handeln unterstützen und die Netzwerkarbeit ausbauen.

„Es ist kein klassischer Kapellenverein“, betont der Vorsitzende Jürgen Ritter. „Wir wollen inhaltlich und ganzheitlich arbeiten und uns nicht auf ein Gebäude beschränken.“ Fast 20 Personen tragen als Gründungsmitglieder die Ideen des noch jungen Vereins mit. Einige ortsansässige Unternehmen sind interessiert, Fördermitglied zu werden.

Der Verein bietet für Menschen eine Beteiligungsmöglichkeit, die sich nicht unmittelbar in der kirchlichen Gremien- und Gemeindearbeit engagieren wollen oder können. Von daher entspricht die Idee dem zweiten synodalen Perspektivwechsel der Charismenorientierung durch neue und andere Partizipationsmöglichkeiten im kirchlichen Engagement, sagen die Initiatoren.

„Wir wollen das synodale Denken hier vor Ort realisieren“, beschreibt Dr. Thomas Fößel das Anliegen des Vereins. Dabei betonen alle Vorstandsmitglieder die Loyalität dem Trierer Bischof gegenüber. „Wir sprechen uns ausdrücklich für die Synode aus“, bekräftigt der Theologe Fößel, nicht nur als Schatzmeister des Vereins, sondern auch als Katholik. Es herrsche eine positive Aufbruchsstimmung und die tiefe Überzeugung, dass der Prozess des Bistums mutig, innovativ und zukunftsgewandt ist. In der Satzung heißt es dazu: „Das Ziel des Vereins ist ausdrücklich die Beförderung und tatkräftige Unterstützung des synodalen Prozesses im Bistum Trier“. „Durch den Verein möchten wir Ängste gegenüber der Bistumssynode nehmen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende, David Bongart.

Konkret geht es in naher Zukunft um die Gestaltung des Kirchengeländes im Hinblick auf die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Weitere Projekte könnten zum Beispiel die Erneuerung der Portaltüren der Rosenkranzkirche, aber auch die Öffnung von Kulturräumen sein. Des Weiteren sind bereits eine ökumenische Nacht der Kirchenmusik (Mai), ein Ökumenefest und eine Pilgerreise nach Rom (beides September) sowie ein Gründungsfest (November) terminiert.

„Die Entscheidungen werden in enger Abstimmung zwischen Kirchengemeinde - also Verwaltungs- und Pfarreienrat - und Förderverein getroffen“, erklärt Pfarrer Peter Dörrenbächer. Der amtierende Pfarrer der für Bad Neuenahr zuständigen Pfarrei ist geborenes Mitglied im Vorstand.

Der Verein möchte die Bildung von Orten von Kirche fördern, wie sie die Synode vorschlägt. Ein gutes Beispiel wie das schon jetzt passiert, ist das Blandine-Merten-Haus. Es ist eine Kindertageseinrichtung der KiTa gGmbH Koblenz, doch hier findet auch ein Kindergottesdienst statt. Michael Wolter, Schriftführer und Mitglied im Verwaltungsrat, möchte hier gerne zusammen mit seinen Mitstreitern eine Ansprechperson zum Beispiel von der Lebenshilfe positionieren. In dem Haus könnten seelsorgliche Gespräche oder christliche Feierkultur in den geprägten Zeiten wie Advents-, Fasten- oder Osterzeit stattfinden. Für weitere Orte von Kirche sind die Mitglieder offen. Der Förderverein soll auch eine Plattform sein, die Ideen verwirklichen kann, die von außen an die Mitglieder herangetragen werden. Die kirchliche Arbeit vor Ort soll durch den gemeinnützigen Förderverein unterstützt werden und zwar mit Ideen, Initiativen und Taten. „Denn wir wollen, dass die christliche Identität und das christliche Menschenbild auch in der Zukunft das soziale, kulturelle und gesellschaftliche Leben unserer Stadt nicht nur entscheidend mitträgt, sondern auch sichtbar, erfahrbar und erlebbar mitprägt“, sagt Fößel.

„In Zukunft wird nur noch das vor Ort geschehen, was die Leute auch wollen und das drückt sich durch den Verein aus“, findet Dörrenbächer. Daher sei diese Art von Förderverein sicherlich auch eine Möglichkeit für weitere Pfarreien der Zukunft, die durch die Umsetzung der Synodenergebnisse errichtet werden.

Weitere Informationen zum Förderverein gibt es bei Jürgen Ritter (Vorsitzender) per E-Mail an jr@area-consult.de. Nähere Informationen zur Synodenumsetzung gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen.