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Bischof spendet rund 80 Jugendlichen Firmsakrament in Betzdorf und Kirchen:Mutig sein

Eine Premiere für den Bischof war der "Firm-Tag", den die Pfarreiengemeinschaft Kirchen-Betzdorf aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen auf die Beine gestellt hat.
Der Bischof spendet das Firmsakrament. Fotos: Julia Fröder/Bistum Trier
Datum:
17. Nov. 2020
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Betzdorf-Bruche – Zu einem regelrechten Firm-Tag hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann die 84 Jugendlichen in der Pfarrkirche Maria Königin in Betzdorf-Bruche begrüßt. Eine gemeinsame Eucharistiefeier mit allen Firmbewerberinnen und Firmbewerbern bildete den Auftakt zu vier anschließenden Firmgottesdiensten in Bruche und Kirchen, zu denen auch Angehörige und Paten geladen waren. Diese Vorgehensweise war den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie geschuldet und auch für den Bischof eine Premiere.

In seiner Predigt widmete sich Bischof Ackermann dem Thema „Mut“. „Gott liebt diejenigen, die mutig sind. Er will, dass wir unser Leben in die Hand nehmen.“ Das bedeute nicht, rücksichtlos, verantwortungslos oder tollkühn zu handeln. Doch er räumte ein, dass ein Leben, das sich ganz von Angst bestimmen lässt, keines mehr sei. Der Bischof legte den Jugendlichen dabei einen Gedanken ans Herz, den er von einem vertrauten Priesters erhalten habe und selbst befolge. „Sein Rat lautete, immer das zu tun, wovor man ein bisschen Angst hat, so bleibt man lebendig“. Gottes Anliegen sei es nämlich, dass die Menschen ihr Leben gestalten und in die Hand nehmen. „Er begleitet uns darin“. Die jungen Menschen könnten darauf vertrauen, dass Gott ihnen helfe und sie bestärke.

Mandy Slawik begrüßt den Bischof.

Michael Pagnia motivierte als Vertreter der örtlichen Pfarrgemeinderäte die Firmlinge, sich aktiv in der Kirche zu beteiligen. „So bleibt sie lebendig und kann sich erneuern“.

Innerhalb der ersten Firmspendung in einer Wort-Gottes-Feier erhielten 23 Jungen und Mädchen aus Betzdorf, Scheuerfeld und Bruche das Sakrament. In kleinen Gruppen traten die Firmkandidatinnen und Firmkandidaten in den Altarraum, ihre Patinnen und Paten hinter sich. Mit Chrisam-Öl zeichnete der Bischof den Jugendlichen ein Kreuz auf die Stirn und legte ihnen kurz die Hand auf Kopf und  Schulter.

Diesen Ritus erläuterte der Bischof in seiner Ansprache. Die Salbung mit dem Öl bleibe nicht bloß äußerlich, sondern das Öl wirke nach innen hinein. Die Stirn beziehe sich darauf, dass Gott das Denken und Handeln beeinflussen soll.

Der Bischof äußerte abschließend seine Hoffnung, dass dieser Tag für die Jugendlichen eine Bestärkung sei. Er war sich allerdings sicher, dass sie diesen Tag nicht vergessen werden. Ackermann dankte allen, die für die Firmfeiern und die Vorbereitungen verantwortlich waren.

(jf)