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Gedenken an St. Martin während der Corona-Pandemie:Ohne Umzüge, aber mit Laternen

Trotz der Corona-Pandemie müssen Traditionen nicht ausfallen: Im Bistum erinnern einige Gemeinden mit alternativen Konzepten an das Leben des Heiligen Martin von Tours.
Mit Abstand St. Martin feiern - so geht's. Bildquelle: Kindermissionswerk/Gabriele Pohl, ReclameBüro
Datum:
4. Nov. 2020
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Trier/Saarbrücken/Koblenz – „Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…“ gleich hat man die altbekannte Melodie dieses St. Martin-Liedes im Ohr, und vor dem inneren Auge ziehen zahlreiche Kinder mit bunten Lampions durch die Straßen, angeführt von einem Reiter. Trotz der Corona-Pandemie müssen solche Traditionen nicht ausfallen. Einige Gemeinden im Bistum erinnern mit alternativen Konzepten an das Leben des Heiligen Martin von Tours.

Pfarreien wie Mülheim-Kärlich, Waldbreitbach oder Betzdorf beteiligen sich an einer regionenumspannenden Martins-Aktion initiiert durch das Bistum Limburg. Hierbei wird dazu aufgerufen, allabendlich ab dem 8. November Laternen in die Fenster zu stellen. Dazu wurden eigens Lichttüten entworfen. Fotos davon können unter dem Hashtag #stmartin2020 in den sozialen Medien veröffentlicht werden. Gemeinsam mit dem Kindermissionswerk Aachen (Die Sternsinger) laden die Verantwortlichen im Bistum Limburg ein, Projekte im Libanon zu unterstützen. „Die Lichter in den Fenstern machen deutlich: Wir sind eine Gemeinschaft. Auch wenn wir uns nicht zu einem gemeinsamen Umzug treffen können, sind wir nicht allein. Wir lassen das Licht leuchten, und es soll unsere Herzen zum Strahlen bringen. Licht und Wärme sollen in jedem Haus wohnen!“, motivieren die Initiatoren in der Pfarreiengemeinschaft Mülheim-Kärlich Familien und Einzelpersonen, sich zu beteiligen.

Auch das Dekanat St. Goar lädt ein zu einer Mitmach-Aktion unter dem Motto „Lass dein Licht leuchten“ nach dem Vorbild des Limburger Bistums. „Die Laternen in den Fenstern sollen, wie der heilige Martin, in diesen dunklen Zeiten Hoffnung schenken und Mut machen“, schreibt Tobias Petry. Wer möchte, kann ein Bild seiner Laterne an den Pastoralreferenten schicken. Daraus soll ein digitaler Martinsumzug auf  www.dekanat-st-goar.de/sanktmartin entstehen.

In Merxheim laden der Kinder- und Jugendchor sowie die katholische Gemeinde um Diakon Joachim Höhn ebenfalls dazu ein, mit Laternen Fenster zu erleuchten. „Statt Laternen auf den Straßen brennt 2020 das Martinslicht zu Hause und beleuchtet die Botschaft des Heiligen.“ Ein Faltblatt mit einem Martinslied und der Martinsgeschichte liegt in der katholischen Kirche in Merxheim zum Mitnehmen aus.

In der Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen-Rheinbrohl gestalten jeweils sieben Familien in den zwei Orten Fenster zur Geschichte des Heiligen Martin. „Diese Fenster werden wie große Laternen in die Dunkelheit leuchten“, sind sich die Verantwortlichen sicher. Am ersten Fenster liegen Zettel mit der Wegbeschreibung zu den anderen Stationen aus. Alle Interessierten sind eingeladen, in eigener Verantwortung mit Laternen von Fenster zu Fenster zu ziehen. Weitere Informationen, in welchen Straßen sich die Stationen befinden und ab wie diese beleuchtet sind, gibt es auf www.rhein-pfarreien.de/willkommen/impulse/fuer-familien/sankt-martin/

Lichttüte. Foto: Ulrike Ferdinand

Eine ähnliche Idee hatten auch die Verantwortlichen des Projekts „Mittelpunkt Familie“ in Neustadt/Wied. Hier wird die Legende des Heiligen in Schaufenstern und in Fenstern der Kindertagesstätten bildlich dargestellt.

Auch wenn in diesem Jahr weder ein Gottesdienst noch ein Umzug zu St. Martin stattfinden, sollen die Wiesbacher Kinder dennoch nicht ohne Brezeln und den Gedanken des Teilens bleiben, betonen Vertreter des Familiengottesdienstkreises, der kfd (Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands) St. Augustinus, des Ortsrats und des Pfarrgemeinderats aus Wiesbach. Die Akteure haben sich zu einer Gemeinschaftsaktion zusammengeschlossen und werden an die Kinder der Kita St. Konrad und der Grundschule Brezeln und Lichtertüten verteilt.

Unter der Überschrift „St. Martin 2.0“ steht eine Aktion, die vom 10. bis 12. November zwischen 16 und 18 Uhr in den katholischen Kirchen Saarwellingen, Reisbach und Schwarzenholz stattfindet. Dort wird jeweils ein Parcours zur Geschichte von St. Martin aufgebaut. „Außerdem erwarten die Kinder verschiedenste Ideen und Inspirationen“, erklären die Organisatoren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Lebensmittel und Geld zur Unterstützung sozialer Projekte zu spenden; getreu dem Motto „Mach‘s wie St. Martin – teile!“. Die Verantwortlichen schlagen vor, den Weg zur Kirche mit einer Laterne individuell zu einem kleinen Martinsumzug zu machen.

Bei allen Ideen und Veranstaltungen ist zu beachten, dass es aufgrund der sich dynamisch entwickelnden Corona-Pandemie zu kurzfristigen Absagen oder Änderungen kommen kann.

Weitere Informationen zum Feiern von St. Martin gibt es auf https://t1p.de/sanktmartin-corona