Zum Inhalt springen

Neue Caritas-Geschäftsstelle in Merzig:„Ort der Begegnung, des Austauschs und der Hilfe“

Mit einem Festakt und feierlicher Einsegnung ist die neue Geschäftsstelle des Caritasverbands Saar-Hochwald in der Trierer Straße 213 in Merzig am 13. Juli eingeweiht worden.
Weihbischof Franz Josef Gebert (Mitte) segnet die neue Geschäftsstelle ein. Neben ihm stehen Caritasdirektor Frank Kettern (links) und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands Peter Kiefer (rechts)
Datum:
21. Juli 2023
Von:
Caritasverband Saar-Hochwald

Merzig – Mit einem Festakt und feierlicher Einsegnung ist die neue Geschäftsstelle des Caritasverbands Saar-Hochwald in der Trierer Straße 213 in Merzig am 13. Juli eingeweiht worden. Wie der Caritas-Verband mitteilt, sind die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit Ende März nach und nach eingezogen. 40 Beschäftigte arbeiten 40 in Beratungsdiensten, Verwaltung und Direktion und 60 in der Sozialstation Merzig-Mettlach-Perl. Die Eröffnung stand unter einem Motto des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen.“ Als Caritas wolle man die Zukunft mitgestalten, so Caritasdirektor Frank Kettern: „Dieser Neubau ist ein deutliches Zeichen für die Zukunftsorientierung unseres Verbandes. Hier wird ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Hilfe für Menschen in Not sein.“

Der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Saar-Hochwald, Peter Kiefer, sagte: „Wir können stolz darauf sein, dass es uns trotz widriger Umstände gelungen ist, ein Projekt dieser Größenordnung zu realisieren.“ Und: „Wir sind froh, unsere Türen für Menschen in Not öffnen zu können, und dass wir das Leben derjenigen verbessern können, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen.“ Franz Hechenblaikner, Vorsitzender des Caritasrates, bedankte sich bei allen, die seit 2019 an diesem Projekt mitgearbeitet haben.

„Der Mensch ist ein Du, dem Würde zusteht“ und „wir müssen genau hinschauen, um zu sehen, wo dieser Mensch Bedürfnisse zeigt und wo er in Not ist“, sagte Domkapitular Benedikt Welter, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. „Unter dem Zeichen des Flammenkreuzes sind wir unterwegs mit einem Engagement, das nicht müde wird. Und das ist es, was uns als Menschen auszeichnet.“

 

Dank für gute Kooperationen

Ehrengäste darunter Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Oberbürgermeister Marcus Hoffeld und Weihbischof Gebert durchschneiden das Rote Band.

Ein Grußwort kam auch aus dem saarländischen Sozialministerium: „Durch die Caritas wurde das Angebot im Gesundheitscampus Merzig nachhaltig verbessert“, freute sich Staatssekretärin Bettina Altesleben. Besonders im Herzen trage sie die Angebote für Kinder, darunter auch die Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Sie dankte der Caritas auch für die gute Zusammenarbeit in den Wintercafés. „Es ist uns allerdings bewusst, dass wir hier an den Symptomen gearbeitet haben und dass man an den Ursachen arbeiten muss. Danke dafür, dass wir die Caritas dabei an unserer Seite haben.“ Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich freute sich, dass sich die Caritas mit ihrem Neubau zum Landkreis Merzig-Wadern bekennt. „Ich glaube, dass wir gemeinsam schon viel bewegt haben.“ Sie sei froh, dass in Kooperation mit dem Caritasverband in der Torstraße in Merzig ein Angebot für wohnungslose Jugendliche geplant sei und das Gebäude somit weiterhin sinnvoll genutzt werde. Auch Oberbürgermeister Marcus Hoffeld freute sich über die zentrale Lage im Merziger Gesundheitscampus und dankte allen, „dass die Menschen, die hierherkommen, gut beraten werden“.

Die Einsegnung des Neubaus nahm der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert vor, der als ehemaliger Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes von Beginn an in die Planung des Hauses eingebunden war. Er wünschte den Menschen unter anderem den Mut, anderen die Sorgen und Mühen zu nehmen und allen die hier ein- und ausgehen, Vertrauen in die Zukunft zu geben. „Lasst uns nicht müde werden in der Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen.“

Rund sechs Millionen Euro, die größtenteils aus Eigenmitteln finanziert wurden, hat der 1.600 Quadratmeter große Neubau der Caritas in der Trierer Straße 213 gekostet. Entstanden ist ein zentraler Standort für die unterschiedlichsten Angebote: Insolvenz- und Schuldnerberatung, Migrationsdienst, Asylbegleitung, Schwangerenberatung, Allgemeiner Sozialer Dienst, Psychosoziale Beratung, Projekt „Wiesel“ für Kinder aus suchtbelasteten Familien, Kurberatung, Betreuungen, Seniorenpaten.Die Außensprechstunden in Wadern und Losheim werden weitergeführt. Bestehende Beratungsangebote in der Geschäftsstelle Saarlouis werden insbesondere im Bereich Migration ausgebaut.