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Bischof Ackermann erteilt Erwachsenen die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie:Sich durch die Kraft des „Vaterunsers“ aufrichten und formen lassen

Zehn Erwachsene hat Bischof Dr. Stephan Ackermann zu den Sakramenten der Taufe, Eucharistie und Firmung zugelassen.
Nach der Zulassung zu den Sakramenten spricht der Bischof ein Segensbebet und legt im Anschluss jeder und jedem die Hand auf als Zeichen des Segens und der Zuwendung.
Datum:
21. Feb. 2024
Von:
red/Stefan Endres

Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat in einer Wortgottesdienst-Feier am ersten Fastensonntag, dem 18. Februar, im Dom zehn Erwachsene zu den Sakramenten der Taufe, der Firmung und der Eucharistie zugelassen. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung werden die meisten Bewerberinnen und Bewerber an Ostern in ihren Heimatgemeinden die sogenannten Sakramente des Christwerdens empfangen.

In einem Vorgespräch mit dem Bischof hatten die Kandidatinnen und Kandidaten aus Trier, Koblenz, Saarbrücken und Waldbreitbach von ihrem Glauben und ihren Lebenswegen erzählt. Ganz unterschiedliche, aber stets sehr persönliche Erlebnisse führten bei jedem einzelnen zu dem Wunsch, sich taufen zu lassen und der Katholischen Kirche anzugehören. Beyhan Zöngör aus Koblenz war zunächst Atheistin. Nach einer Erkrankung habe sie damit begonnen, zu beten. „Es waren christliche Gebete, die mir Gott ans Herz gelegt hat“, zeigt sich die Tochter muslimischer Eltern überzeugt. „Ich habe Gottes Anwesenheit gespürt und mich entschieden, den christlichen Glauben anzunehmen“, erzählte sie in der Runde. Der gebürtige Iraner Arvin Mohamadi gehört mit drei weiteren Landsleuten zu einer eigenen sogenannten Katechumenats-Gruppe, die sich in Trier auf das Christ-Werden vorbereitet hat. Mohamadi erzählt von seiner Fluchtgeschichte und Gefangennahme, seinen Verletzungen und schließlich seiner verzweifelten Bitte an Gott um Hilfe in der Not. Er sprach von einem „Wunder“, er habe zum Glauben gefunden und fühle sich nun nicht mehr allein.

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat zehn Erwachsene aus dem Bistum zu den drei österlichen Sakramenten Taufe, Firmung und Eucharistie zugelassen. Sie werden auf ihrem Weg begleitet von pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Paten.

Im anschließenden Gottesdienst, der traditionell am Beginn der österlichen Bußzeit stattfindet, sprach Bischof Ackermann den Katechumenen die Zulassung zu den drei österlichen Sakramenten aus. Dabei bat er um Gottes Segen und legte ihnen die Hand auf. In seiner Predigt blickte der Bischof zuvor auf das den Jüngern von Jesus anvertraute Vaterunser-Gebet. Das war den Taufbewerbern zuvor neben dem Glaubensbekenntnis als Dokument überreicht worden. Es sei das Gebet, dass Gott selbst durch Jesus Christus den Menschen gebe und ihnen quasi „als seine Worte in den Mund legt“. Es entfalte seine dynamische und machtvolle Wirkung schon mit dem Wort „Vater“ in der Anrede. „Wir dürfen Gott anrufen als lieben Vater und als Menschen vor ihm stehen in unserer eigentlichen Größe. Das gehört für mich zum Urkern und zur Urkraft der christlichen Botschaft“, sagte der Bischof zu den Taufbewerberinnen und -bewerbern. Durch die Bezeichnung als „unser“ Vater stünden wir zudem gemeinsam vor ihm als Schwestern und Brüder und als eine Menschheitsfamilie, die mitbaue an einer Welt der Solidarität und der Geschwisterlichkeit. „Schon die ersten Worte des Vaterunsers sind alles, was man vom christlichen Glauben Wissen muss“, sagte Ackermann und wünschte den Katechumenen, dass das christliche „Urgebet“ seine Wirkung bei ihnen immer wieder entfalten möge, sie dessen Kraft spürten und sich von ihr in die Welt senden ließen.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe von Erwachsenen gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de und bei Niklas Trierweiler, Referent für Katechese und Glaubenskommunikation, Bischöfliches Generalvikariat Trier, Telefon (0651) 7105-446.