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Angebot der Lebensberatungsstelle Hermeskeil 2023 stark genutzt:Unterstützung in schweren Zeiten

Insgesamt konnte die Lebensberatungsstelle in Hermeskeil im vergangenen über 1.400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterstützen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervor.
Datum:
29. Mai 2024
Von:
Constanze Haubrich

Hermeskeil – Weitermachen trotz Problemen? Das klingt einfacher, als es ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene leben in immer krisenhafteren Zeiten. Kriege werden auf europäischem Boden ausgetragen, die Inflation macht Lebensmittel teurer und der Klimawandel richtet längst nicht mehr nur Verwüstung in entfernten Ländern an. Dazu können Probleme in der Familie, mit Freunden und in anderen Beziehungen das Leben belasten. In solchen und anderen Situationen bietet die Lebensberatungsstelle in Hermeskeil Betroffenen Hilfe an. Und nach dieser greifen dankbar viele Ratsuchende, wie der Jahresbericht für das Jahr 2023 zeigt. Die Anmeldezahlen und Beratungsleistungen sind deutlich angestiegen, was von der stabilen Personalsituation in der Lebensberatungsstelle aufgefangen werden konnte. Insgesamt konnte die Lebensberatungsstelle über 1.400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterstützen.

Einen Großteil der erbrachten Leistungen (69,3%) machte die Arbeit für und mit Klienten aus. In persönlichen Gesprächen konnten die Ratsuchenden ihr Anliegen teilen und erhielten Hilfe. Die meisten von ihnen bevorzugten dabei ein persönliches Gespräch. Die Beratungsstelle bietet darüber hinaus jedoch auch Termine über Telefon, Video und online an, um Menschen mit jedweder Beeinträchtigung erreichen zu können. Zusätzlich findet für Menschen aus dem Umland von Hermeskeil einmal im Monat im Rathaus in Waldrach oder im Jugendbüro in Schweich eine Außensprechstunde statt, zu der man sich im Vorfeld telefonisch anmelden kann. Ausgangspunkt der Arbeit der Hermeskeiler Beratungsstelle ist der Gedanke des aufeinander Zugehens – sowohl innerhalb des Teams als auch in Gesprächen mit Klient*innen.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die 2023 vor allem wegen Trennung oder Scheidung der Eltern Rat suchten, legten die Mitarbeitenden Wert auf das Thema Resilienz. So fand in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Johanneshaus im dritten Jahr ein Resilienz-Projekt statt, das vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung gefördert wurde. Das Projekt, an dem 17 Jugendliche teilnahmen, lief unter dem Namen „Starke Mädchen, starke Jungs“. Neben Beratungsangeboten im privaten Kontext unterstützte die Hermeskeiler Lebensberatungsstelle auch Erzieher*innen und Lehrer*innen durch Fortbildungen, Beratungen im Rahmen des Kinderschutzes und Fallbesprechungen. Die Kosten beliefen sich im Jahr 2023 dabei auf insgesamt 324.732 Euro, von denen das Bistum Trier den Großteil (43,7%) übernahm.