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Bischof Ackermann unterzeichnet religionsübergreifende Charta zum Klimaschutz:"Wir dürfen nicht scheitern"

Bischof Dr. Stephan Ackermann und weitere Verantwortliche verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften unterzeichnen religionsübergreifende Charta zum Klimaschutz.
Bischof Dr. Stephan Ackermann
Datum:
17. Nov. 2017
Von:
Bischöfliche Pressestelle

Bonn/Trier – „Wir dürfen in unserer Bemühung, unseren Kindern und Kindeskindern einen gesunden Planeten zu hinterlassen, nicht scheitern.“ So heißt es in einer Charta (mehr), die Verantwortliche verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften von den Fidschi-Inseln anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn verfasst haben. Diese Charta hat jetzt auch der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann als Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax unterzeichnet. Die Fidschi-Inseln haben die Präsidentschaft der in Bonn stattfindenden 23. Weltklimakonferenz inne.

Die Forderungen der Charta im Kampf gegen den Klimawandel wie etwa die Senkungen der CO2-Emissionen deckten sich weitgehend mit den Zielen, die bei der Klimakonferenz 2015 in Paris vereinbart wurden. „Justitia et Pax setzt sich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein und auch die deutschen Bischöfe haben sich ja erst kürzlich bei ihrer Herbstvollversammlung für konsequenten Klimaschutz ausgesprochen. Die Menschen auf den Fidschi Inseln erfahren die Auswirkungen des Klimawandels früher und heftiger als wir. Darum setzen wir uns gerne mit ihnen zusammen für unsere gemeinsamen Klimaschutzziele ein, erläutert Ackermann, warum er den Aufruf gezeichnet hat. „Die Sorge für das ‚gemeinsame Haus‘, wie Papst Franziskus es nennt, muss für uns ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.“

Dazu heißt es in der Charta, dass der Glaube jeden Einzelnen und alle gemeinsam vor die Herausforderung stelle, sich dieser Aufgabe im täglichen Leben zu widmen. „Wir werden darüber hinaus alle Gläubigen und die gesamte Menschheit dazu ermutigen, ihre politische Führung zum Handeln auf internationaler, regionaler und lokaler Ebene zu drängen, damit sie auf eine Senkung der CO2 Emissionen hinwirkt, die Anpassungsfähigkeit an und Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt wird und Maßnahmen ergriffen werden, durch die jeder Einzelne dazu angehalten und ermutigt wird, das Seine zu tun.“

Die Weltklimakonferenz endet am 17. November in Bonn. Auch der Vatikan ist mit dem Sekretär des Päpstlichen Rates für die ganzheitliche menschliche Entwicklung vertreten (mehr Informationen online). Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hatte am 14. November seine Erwartungen an den Erfolg der Klimaverhandlungen geäußert (Pressedienst der DBK).

(JR)