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Jahrestagung der Beratungsdienste im Bistum Trier zum Thema „Angst“:Zuversicht und Mut vermitteln

Mit dem Thema "Angst" befassten sich rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsdienste im Bistum Trier bei ihrer Jahrestagung.
vlnr: Theresia Wagner (Lebensberatung St. Wendel); Ulrich Heinen (Telefonseelsorge Mittelrhein); Marita Krist (Lebensberatung Hermeskeil).
Datum:
19. Sep. 2016
Von:
Bischöfliche Pressestelle
Trier/Hermeskeil/St. Wendel/Koblenz –  Das Thema „Angst“ hat im Mittelpunkt der Jahrestagung der Beratungsdienste im Bistum Trier gestanden. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsdienste sind am 15. September zu Vorträgen, Workshops und zum Austausch ins Trierer Robert-Schuman-Haus gekommen. „Bangemachen gilt nicht?!“ war das Motto.
„Angst ist immer ein präsentes Thema bei unserer Arbeit“, sagt Theresia Wagner von der Lebensberatung St. Wendel. Angst könne sogar das Leben massiv beeinträchtigen, wenn Menschen sich etwa fürchteten, das Haus zu verlassen, erklärt Ulrich Heinen von der Telefonseelsorge Mittelrhein aus Koblenz. Ein weiterer Aspekt der Angst ist die vor dem, was einem fremd ist. So riefen bei der Telefonseelsorge in letzter Zeit häufiger auch Menschen an, die ihre Ängste vor Flüchtlingen und Überfremdung äußerten. Viele Menschen seien auch mit dem Thema Angst konfrontiert, wenn es um Veränderungen im Leben gehe. Von der Angst vor Trennung, über die vor Verlust des Arbeitsplatzes, bis zur Angst um die Zukunft der Kinder.
„Es ist wichtig, die Menschen in ihrer Angst ernst zu nehmen“, sagt Marita Krist von der Lebensberatung Hermeskeil. Und dann gemeinsam mit dem Ratsuchenden Strategien zu suchen, mit der Angst umzugehen. „Es ist wichtig, Menschen Zuversicht und Mut zu vermitteln“, ergänzt Heinen. „Menschen kommen immer wieder in Krisen“, erklärt Wagner. Zum Christsein gehöre es dazu, diese Menschen zu unterstützen.
Weitere Themen des Beratertages waren etwa Angst in Zusammenhang mit Medien, oder einem psychologischen Blick auf das Thema. Einer der Vorträge befasste sich mit der Trierer Bistumssynode. So gehe etwa auch aus dem Abschlussdokument hervor: „Es ist wichtig, dass Menschen, die besondere Unterstützung brauchen, Orte und Menschen finden, die ihnen zuhören“, sagt Krist, die selbst Synodale war. „Wir müssen Menschen auf Augenhöhe begegnen.“
Der Beratertag sei eine „Gelegenheit, über aktuelle Themen nachzudenken“, sagt Dr. Andreas Zimmer, Leiter des Arbeitsbereichs „Beratungsstellen und Telefonseelsorge“ im Bistum Trier. Und das Thema Angst sei etwas, das viele bewege. Zudem bietet der Tag viele Möglichkeiten zum Gespräch. „Es gibt viele fachliche Impulse“, sagt Wagner, und Krist fügt hinzu: „Der Austausch und die Gemeinschaft sind sehr bereichernd für unsere Arbeit.“
Weitere Informationen unter www.bistum-trier.de/beratung-und-praevention.